251
Tischler und Tischlerey.
Gesimses ausgeschnittene Man hat einen Karniehhobelmit Wangen, womit auf das Holz, indem man es vor-arbeitet, gedrückt wird. Der Grundhobel wird ge-braucht, um Rinnen zuEinschiebeleistcn und andereVcr-tiefungen zu gründen, oder in der Tiefe glatt zu Hobeln.Der Falzhobel wird zum Ausstößen der Falze ge-braucht, und damit der Falz schmal oder breit gemachtwerden kann, so besteht dieser Hobel aus zwei durchSchrauben vereinigten Theilen, mit welchen man denAnsatz von der Schneide des Hobeleisens entfernen,oder ihn derselben nähern, und auf diese Art Falze vonverschiedener Breite ausstoßen kann. Mit dem Grathho-bei wird der Grath oder Falz von jeder Seite des lan-gen Zapfens einer Leiste ausgestoßen; der Ansatz lehntsich an das Brett unter dem Grathe an, und bestimmtdie Breite dieses Grathes. Den Nuthhobcl undSpundhobcl gebraucht man, wenn man Bretter aufder hohen Kante mit Nuth und Feder vereinigen will.Der Flitschhobel der Französischen Tischler dient an-zuzeigen, wie tief ein Brett behobelt werden soll. Mitdem SimShobel, Orthobel, wird der Falz geebnetund der Ablauf glatter Gesimsglieder gebildet. Mitdem Wangenhobel wird einer Nuth oder einemZapfenloche nachgeholfen. Don dem Schräghobeiläuft der Schaft etwas schmal zu. Der steile Man-gen ho bei hat ein halbmondförmiges Eisen, so daß ermehr von derSeite abstößt. Der vertiefte Plattho-bei stößt die zwischen zwei Gesimsen befindliche Rinneab. Alle diese Hobel findet man näher beschrieben undabgebildet unter Hobel. Th. 24, S. 34 u. f. —5) Von den Werkzeugen zum Meisseln undStämmen braucht der Tischler das Stämmeiseuoder den Durchschlag. dessenGebrauch bekannt genugist; s. auch den Art. Stämmeiseu, Th. I69,S.316;den Meissel (s. Meissel, Th. 88, S. 46 u. f.),der sich vom Stämmeisen dadurch unterscheidet, daß er