Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tischler und Tischlerey.

zahnung. Das Zureissen ist die Art, die Kehlungenund Füllungen zusammen zu fügen. Borsprünze anden Ecken oder an dem letzten Gliede der Einfassungen,heißen Berkröpfungen: die mittlere Leiste heißt diePostamentslciste; der glatte und vorspringende Theileines Gesimses ist dieKranz! eiste. Unter diesen bringtman Sparrenköpfe an, nämlich kleineZierrathen, welchesie gleichsam unterstützen. — Das Zusammenstäm-men der Hölzer geschieht vermittelst der Zapfen, derZapfenlöcher, Falze und Fugen. Ein aufrechtesRahmstück heißt jede- senkrecht stehende Stück, andessen Ende Zapfenlöcher eingestämmt werden. DieZapfen werden von dem Französischen und von demDeutschen Tischler verschiedentlich gemacht. Jener sägtdie kurzen Rahmstücke, woran nämlich der Zapfen zustehen kommt, quer über der Hobelbank, dieser setzt siein der Hinterzange ab. Jener schneidet sie nachher nachder Breite ab, indem er von deren Breite abnimmt, bissie mit dem Zapfenloche gleich sind; dieser reißt sie gleichnach der gehörigen Breite zu. DasStehenbleibende,oder dieFeder am Zapfen, ist der volleTheil, welcherzwischen zwei Zapfenlöchern, oder zwischen einem Zapfen»loche und dem äußersten Ende des Holzes bleibt. Willman gabelförmige Stämmungen machen, so schneidetman zweimal mit der Säge an beiden Seiten bis zurgehörigen Tiefe durch; dann stößt man daS zwischrnste-hende Holz mit dem Lochbeutel aus, und richtet es mitdem Stechbeutel zu. Wenn man die Zapfenlöcher ver-fertigen will, so befestiget man erst das stehende Stückauf der Hobelbank, sängt dann das Zapfenloch mitdem Lochbeutrl an, indem man mit dem Klöpfel geradedarauf schlägt, und nachher etwas schräg, das Werkzeuggegen den Leib gerichtet, um den Span auszustoßen, unddem Zapfenloche die gehörige Vertiefung zu geben;hierauf wird das Holz umgewandt, und auf der cntge»gengesetzten Seite eben so gearbeitet. Der Grund deS