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Tischler und Tischlerey.
sind Flügel, womit die Fenster verschlossen werden; siebestehen aus senkrechten Stücken, Querstücken, Füllun-gen und Friesen, die in Felder eingetheilt werden. Nachder Breite des Fensterrahmens und der Tiefe der Oeff-nung werden sie in zwei, drei oder vier Theile geklappt.Ueber die Fenster sehe man auch den Art. Fenster,Th. 12, S. 559 u. f., nach. — Thüren giebt es ver-schiedene Arten, wie schon unter Thür, Th. 184, S.572 u. f., angeführt worden, deren eigentliche Zusam-mensetzung, wie sie beim Tischler vorkommt, hier aberbeschrieben werden muß. Die einfachsten Thüren sinddie verleimte» Thüren, welche aus zusammengeleimtenBrettern bestehen. Hierzu werden die Bretter abgeho-belt, zusammengefügt, angeleimt, und in die Leimzwingevermittelst der Leimkeile geschlagen. Wenn der Leimtrocken ist, werden die Fugen behobelt; dann nimmtman zwei- bis vierzöllige Leisten, an welche man denGrath stößt, und sie auf der Breite anreißt. Nachdemnun mit dem Schnitzer etwas tief in die Bretter ge-schnitten worden, vollendet man die Oeffnung nach derTiefe des Graths mit der Graihsäge. Das Holz wirdmit dem Stechbeutel herausgestoßen, und die Vertiefungmit dem Grundhobel gerade gemacht; dann werden dieEinschiebeleisten hineingeschoben; die andere Seite derThür mit dem Schlichthobel glatt gemacht oder ab ge-schlichtet, und dann dieThür eingepaßt. EingefaßteThüren heißen die zusammengestämmten und mit demHobel angekehlten Thüren, bei welchen die Winkel der Keh-lungen auf die Gehrung passen. Wenn daS Holz zu die-sen ausgearbeitet ist, werden die Stücke zusammenge-zeichnet, und dadurch bemerkt, auf welcheSeite Win-kclmaaß und Streichmaaß angeschlagen worden;dann wird die Breite der Rahmstücke hin eingerückt,oder mit dem Spitzbohrer gezeichnet und die Kehtunggerissen. Ein zweiter Riß deutet die Breite des Zapfen-loches an. Mit der Breite der kurzen Rahmstücke oder