Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tischler und Tischlerey.

sey geschabt, nicht auSgestoßen. An den Fensterrahmenzu denBlcyscheiben kommt eine Ruth, und an die Stelledes Karnießcs eine Fase zum Ablaufen deS Wassers;dann werden die Ecken geschlitzt und verbohrt, und vondem Glaser das Bley mit den Scheiben eingesetzt. DieEnglischen Fensterrahmen bekommen an beidenSeiten Bleygewichte, welche nach der Schwere des Fen-sters abgewogen sind. Diese hängen in dem Kasten anSchnüren, welche oben über zwei messingene oder überbuchSbaumenc Rollen laufen, die Fenster mit der Handauf- und nicdcrschieben zu können. Wegen ihrer Unbe-qucmlichkeit und des öfters dadurch verursachten Scha-dens, sind sie nicht mehr gebräuchlich. —Die doppeltenFensterrahmen dienen dazu, die Zimmer genauer zuverschließen, und vor der äußeren Luft zu bewahren.Man bringt sie an dem äußeren Theile der Oeffnungan. — Gitterfenster haben keine Glasscheiben, son-dern schmale Bretter oder Latten, welche schräg in dieFlügel eingelassen sind, das Zimmer vor den Sonnen-strahlen zu schützen. Diese Flügel gehen von außen auf.Zuweilen sind die kleinen Bretter beweglich, und auf dieArt eingelassen, daß sie, vermittelst einer Schnur odereiner eisernen Stange, dicht aneinander schließen können.Man hat aber auch bewegliche Gitterfenster, welche vordie Glasscheibenfenster kommen, und eine Art Doppel-fenster bilden, indem die Rahmen der Flügel statt derScheiben Gitter haben, welche man drehen kann, umLicht und Luft einzulassen, und die man gewöhnlich grünanstreicht; hierher gehören auch die sogenannten Ja-lousien oder grünen Gitter, die man auch Persten-»es, Sommerläden rc. nennt, und die aus dünnen,schmalen Brettern bestehen, die mit einer Oelfarbe, ausGrünspan bestehend, angestrichen werden, und die ver-mittelst Bandschnüre zusammengehalten, und oben durchSchnüre über Rollen aufgezogen, niedergelassen undschräg gestellt werden können. — Die Fensterladen