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Tischler und Tischlerey.
Gegenständen werden eingelegte Arbeiten verfertiget.Die Letzteren gebraucht man vorzüglich zu Verzierungenund Auslegungen von Rosetten, Guirlanden, Blumen,verschiedenen Schnörkeln rc. — Das Färben derHölzer ist schon teilweise unter Ebenholz, Th. 10,vorgekommen. Man kann die Kunst des Holzfärbensimmer als eine neue ansehen; denn die Art des Fär-bens bei unsern Vorfahren ist nicht vollständig bis aufuns gelangt, weil sie aus dem Verfahren ein Geheimnißmachten. Johannes von Verona färbte die Hölzermit kochenden Materialien undOclen, damit die färben-den Stoffe besser in das Holz eindringen konnten; unddieses ist auch die zweckmäßigste Methode, um die Fär-bung dauerhaft zu machen. — Eine blaue Beize desHolzes ist, daß man 1 Unze Indigo in 4 Unzen Schwe-felsäure auflöset, und nachher fließendes Wasser hinzu-gießt, bis man die gewünschte Farbe erhält. Diese Auf-lösung wird in einen bleyernen Kasten gegossen, und diezu färbenden Hölzer werden vierzehn Tage darin auf-recht gestellt, damit sie von der Beize ganz durchdrungenwerden. — Gelbe Beize. Man legt die Hölzer inein Dckoct von Berbisbeeren, gelbe Erde und Saf-ran, oder gebraucht dazu einen Absud des Waues oderder Scharte, auch des in Branntwein aufgelösetenSaf-rans oder der Aoignonskörner, Kreuzbcercn rc. EinZusatz von Alaun oder Potasche verdunkelt die Schert-tirung. Zur rothen Beize werden die Hölzer in rothgefärbter Wolle gesotten, nachher legt man sie in einenAbsud von Drastlienholz und Alaun. Man kann auchbloß einen Absud von Drastlienholz oder Fernambukund Alaun nehme»; auch mit einem Zusätze von Coche-nille, um ein brillantes Roth hervorzubringen. Dasvorn Pfcrdemiste ablaufende Wasser giebt eine rotheFarbe, die wenig kostspielig ist. — Eine violetteFarbe erhält mau aus dem Kampeche- oder Blauholzemit dem Römischen Alaun. — Eine grüne Farbe