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Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Titul und Titulatur.

theils aber auch als Bezeichnung eines Eigenthümecsannahm, wovon der Grund darin zu suchen ist, daß dieältesten Völker Deutschlands auS lauter Kricgsleutenbestanden, sich, nebst der Jagd, hauptsächlich auf denKrieg legten, und sich auch von demselben nährten. Sieerkannten die Tapferkeit für die vornehmste Tugend, undihre Eroberungen wurden nur unter diejenigen vertheilt,welche sich am meisten hervorgethan hatten. Da mannun von keinen andern Eigenthümern, als den Heer.männern, wußte, welche sich durch die Tapferkeit Eigen-thum oder Besitzungen erwarben, so erhielt auch dasWort Herr die Bedeutung eines Eigenthümers, eines ^Befehlshabers, einervornehmcnPcrson, und eines ausge- >jeichneten Mannes; das Wort Herr war daher die !zrößte Ehrenbezeugung und Titulatur in jener Zeit,

's bezeichnete einen wehrhaften und tapferen Kriegs-mann. Die kurze Anrede: Mein Herr! soll demnachdem Hochgeboren, Hochwohlgeboren und Wohlgeborcnweit vorzuziehen seyn, weil in dieser Anrede wirklich et-was Gehaltvolles liegt. In keinem Stande sind die Ti-tulaturen geschwinder gestiegen und öfter verändert wor-den, als beim Adel, nicht so oft beim Bürgerstande.Fängt man bei dem ersten Stande, dem Adel, mit demvierzehnten Jahrhunderte an, so muß hier erinnert wer-den, daß derselbe in der mittleren Zeit in den hohen undniederen Adel eingetheilt wurde, und der Letztere zu demKriegsdienste verpflichtet war. Diejenigen Edelleute,welche im Kriege dienten, erwarben sich den Titel Rit-ter sM!v8), und es gelangte ein solcher zu dieser Würde,wenn er vorher als Schildträger oder Knappe (Edel-knabe, ^.rmiKvr kamaln8) bei der Armee gedient hatte.Diente ein solcher Edelmann aber bei Hofe, so wurdeer Mann genannt. Diese Prädikate oder Würdendauerten bis ins vierzehnte und fünfzehnte Jahrhundert.DenMännern wurdederTitelGetreue, und denKnap-pen der Tüchtige vorgesetzt. Nachstehende zwei Ur-