Tithonvs. ^üli>niküu8. 349
Tithonus, ein Sohn des Trojanischen Königs Laome-don und Bruder des Priamus, ein schöner Jüngling,den Aurora einst bei seinen Herden erblickte, und ihnwegen seiner Schönheit entführte. Sie erbat vom Ju-piter für ihn die Unsterblichkeit, und ihre Bitte ward ihrgewährt. Beide waren berauscht in Hingebung für ein-ander, und nach den Dichtern hieß es: daß Aurora je-den Morgen aus dem Bette des Tithonus empor-steige, um am Himmel zu glänzen, auch beschenkte sieihn mit dem Memnon, den sie gebar, und dem man,nach besten Tode, eine metallene Säule errichtete, die ei-nen hellen Klang von sich gab, so oft die ersten Strah-len der aufgehenden Sonne sie beschienen. Indessenblieb das Glück des Tithonus, in den Armen Au-roras zu ruhen, dennoch unvollkommen; denn Au-rora hatte vergessen, mit der Unsterblichkeit auch dieBefreiung vom Alter für ihn vom Jupiter zu erbit-ten, und so ergriff ihn das Alter, wie andere Sterbliche,und machte ihn zu einem schwachen Greise, in welchemZustande nun sein Leben zwar Fortdauer erhielt, aberdieser Zustand war so drückend, daß er zuletzt die Götterbat, sein Wesen aufzulösen. Kein Glück, sagt daher einDichter des Alterthums, ist durchaus vollkommen; denjungen Achilles raffte ein schneller Tod dahin; denTithonus zehrte ein langsames Alter aus; seine Un-sterblichkeit selbst ward ihm zur Bürde.
Tithrambo, die Göttin des Bösen, oder das Princip desBösen.
I'itb^inulU8, Brechmilch, I'ournes.Meb.Navvortb.Diese Pflanzengattung ist aus der Euphorbie, Ln-pborbiu I^ion. (s. Th. 11, S. 688 u. f) gebildet wor-den. Haworth unterscheidet sie vonLetzterer durch zer-streuete, kopfförmige oder gehäufte Blumen, die abernicht doldenartig eingehüllt, sondern mit zwei Bracteenstatt einer Hülle versehen sind. Der Kelch ist vier- bisfünftheilig, seineEinschnitte sind »»getheilt und oben ge-