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Tochter.
seyn, nicht daß sie es jemals nöthig haben könnten,sondern weil sie dann ihre Untergebenen, das Gesinde,beurtheilen und ihnen Unterricht in dem, was sie nochnicht wissen, ertheilen können. Wie gut ist es nicht, zuwissen, was Jemand in dieser oder jener Arbeit leistenkann, indem man sie selbst'gemacht hat, selbst darin er-fahren ist; auch kann man beim Einkaufe und in derBereitung der Speisen nie so hintergangen werden, wennman die Küche versteht, selbst am Herde gewesen ist;denn was der Mann erwirbt, soll die Frau durch weiseSparsamkeit im Haushalte so weit zu erhalten suchen,daß immer die Balance zum Vortheile der Einnahmesich zeigt, hier immer die Wage sinkt. — Der Unter-richt in den Wissenschaften beziehe sich nur aus Schrei-ben, Rechnen, Deutsche Sprache, Geschichte, haupt-sächlich die vaterländische, von den übrigen Reichen nureine Uebersicht, Erdbeschreibung, Naturbeschreibung,Naturlchre, Technologie, soweit sich diese auf den häus-lichen Zweck erstreckt, aus die Produkte der Küche unddes Haushaltes. Don den genannten Wissenschaften istnur ein kurzer Abriß nöthig, und auch dieser nur ausdas Zweckmäßigste beschränkt. Die fremden Sprachen,wenn man allenfalls das Französische ausnimmt, gehö-ren eigentlich nicht für Töchter; sie bringen eS darindoch nicht weit, wenn sie ihren Hauptberuf nicht ver-nachlässigen wollen. und so kann er nur denen nützen,die sich zu Erzieherinnen ausbilden, und dann genügt dieFranzösische Sprache, wenn solche gehörig erlernt wird,sonst sind fremde Sprachen bei der Erziehung der Töch-ter ein nutzloses Beiwerk, welches bei dem Wirkungs-kreise derselben im Ehestände doch auf die Seite gescho-ben und vergessen wird. Bon den schönen Künsten ge-hört das Zeichnen und Malen, und die Musik in denweiblichen Wirkungskreis. Von dem Ersteren Blumenund Landschaften, auch Portraits in Miniatur und Pa-stell, wenn sich nämlich besondere Anlagen zur Portrait-