Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tochter.

der gewünschten glücklichen Verheiratung der Töckterselbst von denen sehr geschadet, die doch so ängstlichdarum sorgen, und solche zu beschleunigen suchen, welchesviele Eltern zu wenig bedenken. Es folgt keineswegesdaraus, daß ein Mädchen bloß aus dem Grunde wem-ger werth sey, weil man eS aus eine feinere oder merk-lichere Weise ausknetet; »m so sicherer folgt dagegen,daß die interessirten Personen selbst, ohne Verschuldender Hauptperson, einen solchen Schein veranlassen, weilalles Ausgebotene geringer geschätzt zu werden pflegt, alsdas, warum man sich bemühen muß. Welche unange-nehme Verlegenheiten müssen aus einem solchen Beneh-men der Eltern für die Töchter entstehen, so lange esnicht vermieden werden kann oder darf, daß auch sie mitden jungen Männern in Gesellschaft kommen, welchen siezugedacht sind. Wie Vieles verliert hierdurch das schöneGeschleckt gerade in der Angelegenheit, worin es nie ver-lieren sollte! Wie sehr man aber hier gegen sein eige-nes Interesse bandelt, leuchtet auch daraus besonders her-vor, daß gerade durch die gerügte Aengstlichkeit manchevortheilhafte Gelegenheiten zur Versorgung der Töchtervernachläßiget werden, weil man ohne hinreichendenGrund auf gewisse bestimmte Fälle rechnete. Oft bildensich nämlich Eltern ein, daß ihre Tochter gerade auf dieseArt versorgt werden müsse. Geschieht solches nun nicht,so sind leicht mehrere Jahre für das Mädchen verloren,wenn man nicht eher von seinem Irrthume zurückkommenwill, als nach der anderweitigen Heiratb des Mannes,auf welchen mau bisher einzig Rücksicht genommen hatte;und das ist doch wahrlich für jenes keine Kleinigkeit! —Es ist unglaublich, welche Anstrengungen oft aufgebotenwerden, und wie eifrig man bemühet ist, Andere alsMittelspersonen in seine Angelegenheit mit zu ziehen,und dennoch ganz verkehrt handelt. Entweder es gelingtder Plan, oder er mißlingt. Gelingt er, wie viel ist dannnoch für das künftige Eheglück der Tochter gewagt, dieman bloß darum einem jungen Manne zuführen will,weil er zu leben hat, und gut denkt. Kann man sichdarum allein schon eine glückliche Ehe versprechen? Die-ses ist zu bezweifeln, weil man zu sehr die Hauptsache au»ßer Acht ließ. Diese ist doch unleugbar, daß man die