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Tochter.
der Weiblichkeit, jedoch nicht ohne einen Brautschatz,der zugleich dabei bestimmt wird, also immer mit so undso viel Vermögen, damit es dem eigenen gleichsam cqui-valent ist. Es ist jetzt gleichsam Mode geworden, sicheine Gattin durch die öffentlichen Blätter zu suchen,obgleich diese Mode schon zu Ende des verwichenenund am Ansänge dieses Jahrhunderts durch den ehema-ligen Reichsanzeiger, jetzt Anzeiger der Deut.sehen, und durch denHamburger unpartheiischenCorrespondenten bekannt geworden ik, in welchenman dergleichen Anzeigen fand, wo die Suchenden sichmit den Gegenständen ihres Suchcns in Corrcspondenzzu setzen wünschten. In den Berliner Zeitungen hatman diese Hcirathsgesuche erst seit einigen Jahren nach.geahmt, ob mit Erfolg, ist nicht bekannt geworden. In.dessen ist so viel gewiß, daß diese Art, sich eine Gattinmit Geld zu suchen, auch nicht der rechlcWeg von Sei-ten des Mannes ist; denn welches Mädchen von feinemGefühle wird sich gleichsam durch die öffentlichen Blät-tcr aussuchen lassen, und sich dann znr Schau stellen!und wie kann man bei einer solchen Verbindung wohl aufEigenschaften schließen, die man von der künftigen Gat«tin wünscht, mit der man auf das ganze Leben sich ver>bindet, mit der man Leid und Freude zu tragen gedenkt,und mit der man vereint die Erziehung der Kinder, beieiner gesegneten Ehe, ausführen soll. Das Geld ist alsohier der einzige Hebel der Verbindung, weil man dieseswohl schwerlich bei jeder Bewerbung um die Hand einerTochter gleich finden wird, selbst in den scheinbar kennt-telten Häusern der Gebildeten. Da man nun aber gleichvorweg das Geld als Bedingung in derZeitungsanzeigeaufstellt, so ist auch dieses die Hauptsache, nicht dasMädchen oder die zukünftige Gattin. — Wenn gleichGeld die Hauptsache bei allen Unternehmungen ist, somuß man doch bedenken, daß eine gute tugendhafte Gat-tin, mit allen Eigenschaften des häuslichen Lebens ge-