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Tockireri.
auch die Kämme, welche die Schemel niederdrücken, hin«durchstreichen.— Beim Böttcher ist die Tocke einWerkzeug, womit derselbe einen Spund zu einem Fassemacht. ES ist ein Stück Holz, einen Fuß lang. Andem einen Ende ist es dergestalt abgeschürft, daß maneS halten kann, an dem andern ist es glatt, und derDurchmesser dieser Grundfläche ist mit drei oder fünfeisernen Stacheln versehen, die über das Holz drei odervier Linien hervorragen. Wenn der Böttcher einen Spundmachen will, so nimmt er eine Tocke, die zu dem ver-langten Spunde paßt. Er nimmt ein kleines viereckigesStück Stab, welches ein wenig dicker ist, oder einenSpund von einem größeren Fasse, welchen er kleinermachen will. Er stößt die Spitze der Tocke in dasBrett, oder in den alten Spund, und befestiget es auffolgende Weise, wobei er die Tocke senkrecht hält. Erstellt sie auf den Haublock, schneidet den Spund, indemer sich nach dem Umfange der Tocke richtet, zurechte,und macht ihn darnach glatt und rund, und wenn erfertig ist, so zieht er die Tocke wieder heraus. Manwird leicht gewahren, daß er verschiedene dieser Tockcnhaben muß, um nach allen verlangten Größen derSpunde eine oder die andere wählen zu können. — Beiden Putzmacherinnen, ein Kopfputz, s. Toque.
Tockiren, ein regelmäßiges thätiges Zeitwort, aus demItalienischen tocoure, welches nur in der Mal erey üb-lich ist, fette und kecke Striche nach Art einer Skizzezu machen, und daher ist ein tockirtes Gemälde, einsolches, welches aus solchen feinen, starken und kühnenStrichen besteht. — Man sagt auch in der Malerey voneiner Skizze selbst, daß sie tockirt sey, wenn der Zeich-ner seinen Gegenstand keck und entschlossen hinzeichnet,und mit starken Strichen und gewölbten Umrissen sei-nem Gegenstände ohne vielen Fleiß Leben giebt. Eskönnen hier zwar manche Fehler in der geschwinden Be-handlung vorkommen, allein dieses kann man bei Skiz-