Tod.
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Fänlniß und die starre Sinnlosigkeit noch immer bisjetzt die vorzüglichsten sind. — Wenn nun der na.türlicke Schlaf im Nachlasse der freien Empfindungenund Bewegungen besteht, und zur alleinigen Erquickuugder durch Uebung erschöpften Muskeln und Nerve» dient,und daher stets mit dem Wachen wechselt, so gehört derTod gleichfalls in die Ordnung der Welt, und ist einTheil unseres Wesens, und uns nicht weniger wesent-lich, als das Leben. Er ist unvermeidlich und das Zielunseres diesseitigen Laufs; er dient ganz besonders, dieFolge und Abwechselung der Natur in ihren Werkenzu unterhalten. Das Stumpfwcrden der Empfindungengeht sowohl dem natürlichen Schlafe, als auch dem na-türlichen Tode voran. Unser eigenes Gefühl fordertuns zum Schlafe und auch oft zur Betrachtung des To.des auf, und wenn wir auch nicht an den Tod denkenwollen, so erinnern uns doch sehr viele und oft unver-meidliche Begebenheiten an ihn. Das Gefühl derSchwäche unseres eigenen Lebens, die Abnahme unsererKräfte, die Gefahr der Krankheiten, der Hintritt unsererNebenmenschen, und das bei der Versenkung ihrer sterb-lichen Hülle eröffnete Grab, der plötzliche Tod Anderer,der Gedanke an ein ähnliches Schicksal, selbst im Herbsteund Winter die erstorbene Natur; ja die ganze Naturzeigt uns, daß wir sterben müssen. Hat daher der Todwohl etwas Fürchterliches und Schreckliches für uns,wenn wir ihn uns als einen Schlaf vorstellen? — DerSchlaf ist Ruhe nach der Arbeit 1) für den, derseiner verschiedentlichen Bestimmung gemäß im Schweißedes Angesichtes die Last und Hitze des Tages getragenhat; 2) für den Wanderer, nach einer beschwerlichenangestrengten Reise; 3) für den Kranken zur Linderungder Schmerzen; 4) für den Nothleidenden und Sorgen,vollen, damit er die Noth und Sorge auf kurze Zeitnicht fühle; ist dieses nicht auch mit dem Tode der Fall?Der Schlaf geht eigentlich nur unsern Körper a»; diegewöhnlichen körperlichen Geschäfte erscheine» geschwächt,die äußern sinnlichen Empfindungen eingeschränkt, undzum Theil gänzlich in den Anstrengungen ihrer Wirkun.gen auf eine Zeit lang unterbrochen; wir liegen da, wieErstorbene, wenn wir schlafen; aber Misere Seele schläft