428
Tod..
zu finden, so streitet dieses gegen die zahllose Menge vonProdukten, zu deren Genuß wir gar nicht gelangen, undauch nicht gelangen können; denn schon das ungeheureHeer von Insekten, das mehr zur Plage deS Menschengeschaffen zu seyn scheint, als zu dessen Nutzen, wovoner also wenig Gebrauch macht, wenigstens nicht zu sei-nem Genusse, mithin kann dieses auch nicht die Absichtseiner Schöpfung seyn, eben so wenig der Gedanke, alssey um seinetwillen Alles erschaffen worden, welches sichder Mensch oft träumt, und daraus stolz ist; allein die-scs widerlegt sich von selbst, da er mit Vielen wenig oderfast gar nicht in Berührung kommt. — Wenn man nunhas Ganze des hier gegebenen oder gezeichneten Bildesvon der menschlichen Natur als Vorbote der Auslösunggenau durchgeht, so können auch die Kennzeichendes wahren Todes nickt so schwer zu bestimmenseyn, als es scheint, wenn man sie mit dem Scheintodeund so vielen andern Umständen vergleicht, die hierausbesonders Bezug haben; denn die trüglichenTvdeskenn-zeichen haben oft dahin geführt, Leute lebendig zu be-graben, wie oben, S. 403, ein Fall angeführt worden,der zum Glück durch das baldige Lcbendigwerden desTodtgeglaubten, zur rechten Zeit verhindert worden.Diese traurigen Ereignisse haben gefühlvolle Aerzte undmenschenfreundliche NaturforscheraufMittcl aufmerksamgewacht, die den trüglichen Kennzeichen des wahren Todesgewisse Grenzen setzen sollen. Eine genaue Beobachtungdes Sterbenden, sorgfältig angestellte Beobachtungender Erscheinungen bei einem wirklichen Todten, habe»eine Bahn eröffnet, auf welcher man mit ziemlicher Ge-wißheit den wahren Tod zu bestimmen fähig ist, indemman gewisse untrügliche Kennzeichen des wahren Todesentdeckte, wodurch man das panische Schrecken entfernte,welches mit den bisher gewöhnlichen Kennzeichen deswahren Todes vergesellschaftet war. — Ueberzeugt, daßnicht alle bisher übliche, und als Kennzeichen des wah-