Tod.
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dagegen, und nicht mit Unrecht, daß ein völlig lebenderund ganz gesunder Mensch durch gelindes Athmen be-weisen könne, daß diese Proben trüglich, und folglichohne Nutzen sind. Man ging noch weiter, und hieltdem Menschen einen Spiegel vor den Mund; legte sichnun an denselben ein Dunst zu Tropfen an, oder liefderselbe nur bloß an, so athmete der Todte oder Todt-geglaubte. Hiergegen läßt sich Vieles von Wichtigkeiteinwenden. 1) Es können ja aus dem Munde und derNase eines Menschen, über dessen Leben man ungewißist, solche warme Dünste gegen den Spiegel aufsteigen,und sich auf seiner Oberfläche, die kälter ist, zu Tropfenbilden, wodurch zwar der Spiegel anläuft, der Menschaber wirklich todt ist. — 2) Damit der Spiegel anlaufe,oder diesen matten Ucberzug von dem Dunste erhalte,ist durchaus nach den physischen Gesetzen nothwendig,daß die Oberfläche des Spiegels kälter sey, als der aus-gehauchte Athem. Ist aber dieses nicht der Fall, undhat der Leidtragende z. B. das Spiegelglas in der Handvon der Gemüthsunruhe und der Bangigkeit elektrisch er-wärmt, so erfolgt auch kein Anlaufen von der mattenLungenwärme, und nach dieser Probe müßte derjenigeMensch todt seyn, der noch wirklich athmet. — 3) Un-ter den, im ersten Abschnitte der oben angegebene»Schrift, angeführten Geschichten befindet sich auch eine,wo der Wundarzt einer Entbundenen, welche todt zuseyn schien, einen Spiegel vor den Mund hielt, der aberrein blieb, und dessen ungeachtet kehrte diese Todtschei-nende einige Zeit nachher wieder ins Leben zurück.Selbst die Erfahrung zeigt das Unzuverlässige dieserProbe. Die sonderbarste Probe zur Ausmittelung, obder Mensch noch athme, war folgende: Man legte denTodtscheinenden auf den Rücken, setzte ein Glas vollWasser oberhalb der Herzgrube, aus den schwertförmi-gen Fortsätze des Brustbeins, und beobachtete, ob dasWasser sich bewege, oder nicht; war nun das Erstere