Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tod.

der Fall, so glaubte man, der Mensch athme, im entge-gengesetzten Falle hielt man ihn für todt. Nicht zu gc-denken, daß die Lage auf dem Rücken die weniger schick-lichste, und dieSeitenIage viel vortheilhaftcr ist, weil beider Letztem die Knorpel der untern wahren Rippen mehrhervorstehen, und folglich das Glas an dieser Stelleeine größere Oberfläche des Körpers berührte, welchersich beim Athmen bewegen müßte, so ist es aber auchder Naturlehre des Menschen zu Folge außer allemZweifel, daß dieses Athmen oft durch die Bewegungdes Zwerchfells unterstützt wird; ja es läßt sich ein lci-ses und sanftes Athmen auch ohne Bewegung desZwerchfells begreifen, wenn man eine kleine Lunge ineiner großen Brusthöhle annimmt, welche zugleich einenbeträchtlichen Grad von-Reizbarkeit hat. Man kenntüberhaupt noch zu wenig, wie oft die Luft aus und indie Lunge hinein bewegt werden kann; auch nicht ein-mal die Lunge, deren Funktionen noch nicht so genauergründet sind, als eS der Entwurf einer vollständigenund bündigen Lehre der Respiration erfordert; denn ihrBau erfordert ein noch viel tieferes Studium, als bisjetzt geschehen ist. Das Athmen kann also wirklich ge-schehen, ohne daß mau äußerlich amKörper die geringsteSpur davon wahrnimmt. Die Ungewißheit, in welcherwir uns bei Todtscheinenden, in Betreff des Zustandesdieser Hauptlebensverrichtung befinden, ist zu auffallend,als daß man das unsichtbare Athmen als ein Kennzei-chen des wahren Todes ansehen dürfe, um so mehr,wenn man noch folgende Erfahrungen damit vergleicht.Das Athmen kann eben so leicht, ja vielleicht noch leich-ter, als der Puls, gänzlich unterbrochen werden, ohnedaß deswegen das Leben des Menschen vernichtet wird.So giebt es Menschen, die nach Belieben alle Lebens-bewcgungen eine Zeit lang unterdrücken können; fernerhat man oft bei hysterischen Ohnmachten einen völligenMangel allesAthemholeus bemerkt. So hatmanMen-