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Todeskampf.
durch Unvorsichtigkeit geräth, oder die zufällig Einembegegnen, wovon man sich jedoch noch glücklich rettetoder gerettet wird. S. auch den Art. Lebensgefahr,Th. 67, S. 159.
Todeskampf, der scheinbare Kampf, der mit der Tren-nung der Seele oder des Geistes von dem Körper ver»bunden ist, das Widerstreben der Natur gegen den na»hen Tod. Hauptsächlich aber der des Geistes, der nochsichtbar am Leben hängt, noch sichtbar sich die Freudenl und Genüsse vergegenwärtiget, die er in diesem Lebengenossen, und jetzt durch die zerfallene Hülle, durch denseine Funktionen einstellenden Körper aus dieser Weltzu scheiden sich genöthiget sieht. Wie schwer wird es da-her dem Geiste oder der Seele, Abschied von dieser Weltzu nehmen; sie regt noch alle ihre Kräste an, um denerschlafften Körper zur Thätigkeit aufzuraffen, aber ver.gebens. Jemand sagt hierüber in dem neuen Han.növerschen Magazine, Jahrg. 7, S. 1194 sehr- wahr: „Es ist eine allgemeine Erfahrung, daßNiemanddie wahrscheinliche Todesgefahr ohne widerliche Empfin-dung vernimmt, und hört man ja von kronischen Kran.ken, oder sehr betagten Personen die Aeußerung mitscheinbarer Gemüthsruhe aussprechen: der letzte Tagihres Lebens werde nun bald kommen, so ge-schiebt dieses doch in den mehrsten Fällen nur, um tröst,lich widersprochen zu seyn; denn man sieht es dem auf.gerichteten Kopfe, dem etwas geöffneten Munde, undden matten Augen an, wie sehr ein solches Individuumdiesem Troste entgegen verlangt, und mit welcher Ruhees das Haupt wieder zurücklegt, den Mund schließt, dieAugen vor sich hin auf die magern Hände wendet, unddie gehörten Gründe für ein längeres Leben gegen dieinneren Gefühle abwägt, gern ihre unbestechliche Sprachenicht verstände, um sich weit lieber durch die Schein,gründe täuschen zu lassen, die so angenehm klangen.Ganz andere Gefühlen erwecken, ganz andere Wirkun-