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Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Todt.

— Todter Weg, im Wasserbaue, das Unterwas.ser bei den Mühlen. — Todter Winkel, in derKrie.geswisfenschaft, derjenige Winkel, wo die Belage-rer von den Belagerten nicht beschossen werden können.

— Todtes Haar, beim Haartourenmacher, einglanzloses und welkes Haar, das keine Kräfte und Stärkemehr hat; daher es auch bei dem Kräuseln und Tresfi-ren leicht abspringt und zerreißt; ein solches Haar nimmtkein Friseur gern an.— Todte Hand, lVlann8 mor-tua, in den Deutschen Staats- und bürgerlichenRechten der mittleren Zeit, eine Benennung der fort-dauernden Stiftungen und Anstalten, jedoch nur in Rück-sicht der unbeweglichen Güter. Daher sagt man etwasan die todte Hand verkaufen, an eine Kirche oderan ein Kloster. Vermittelst dieses Ausdruckes werdendergleichen Anstalten lebenden Personen entgegen gesetzt,weil die an sie veräußerten Grundstücke nie wieder zurVeräußerung oder in den Handel und Wandel kom-men, und daher für den Staat todt und abgestorbensind. Der Verkauf zur todten Hand oder an dietodte Hand ist in den meisten Ländern eingeschränkt.

— Nach Adelung ist todt das Mittelwort der ver-gangenen Zeit von dem veralteten, noch im Niederdeut.scheu gangbaren Zeitworte toben, doden, sterben, sodaß es aus tobet zusammengesetzt ist, und eigentlich ge-storben bedeutet, woraus zugleich die Richtigkeit des dterhellt. Da nun dieses Zeitwort ehemals auch toen,Niedersächfisch doen lautete, so soll sich auch die alteSchreibart tot für toet rechtfertigen lassen. Die Zu»sammensetzungen mit diesem Worte werden mit den, wodas Hauptwort Tod die erste Stelle einnimmt, nichtbloß im gemeinen Leben, sondern selbst von Sprachleh-rern häufig verwechselt, obgleich nur wenig Aufmerksam-keit nöthig ist, die wahre Schreibart zu finden. S. dieArt. Todfeind, Todkrank, Tödlich und Todt-schlag.

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