518 Todtenacker. Todtenbembaum.
Geringschätzung todten die Liebe (Geliert). —
(3) Die Zeit todten, die Zeit verderben. Je-wanden um die Zeit bringen. — (4) Das Ge-setz tobtet denMenschen, wenn es ihm seinen geist-lichen Tod, seine Strafbarkcit, entdeckt. So auch dieTödtung. Nach Adelung ist dieses todten ein ver-mittelst des Suffixi ten gebildetes Factitivum von demveralteten Neutro toben, sterben, welches noch im Nie-dersächsischen gangbar ist, wo doen, sterben, döen,aber todten bedeutet, eigentlich döden, womit auch dasFranzösische tuer, und das Griechische o«„», überein-kommt.
Todtenacker, in einigen Gegenden eine Benennung desGottesackers oderKirchhofes,Friedhofes, weildie Todten darauf begraben werden; s. den Art.Kirch-Hof, Th, 38, S. 338 u. f.
Todtenamk, in der Römischen oder katholischen Kirche,eine feierliche Messe, auch wohl mehrere Messen für ei- !nen Verstorbenen.
Todtenanzug, s. Leichenbekleidun g, Th. 73,
S. 615 u. f.
Todtenbahre, Leichenkorb, s.Leichenbahre,TH.73,
S. 410 u. f.
Todtenbalfamiruntz, s. Leichenbalsamiren, Th. 73,
S. 414 u. f.
Todtenbein, Beine oder Knochen von verwescten mensch- !lichen Körpern, die auch Todtenknochen genannt !werden. Wenn diese Gebeine oder diese Knochen ir-gendwo ausgeworfen werden, oder bei verlassenen Kirch-höfen, beim Umgraben derselben, herauskommen, so wer-den sie zu den andern Knochen geworfen, und in denGewerben, wie die übrigen Thierknochen, benutzt, ent-weder gebrannt zu Kohlenschwarz, oder auch zum Rei-nigen des Zuckers rc.
Todtenbeinbaum, eine Benennung des Stinkapfel-baums (örutuovu 1,.), s. Th. 180, S. 198.