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Todtengräber.
er würde noch mehr steigen, wenn der Amtstitel: Tod.tengraber nicht Manchen von der Bewerbung zu die«sein Amte abschreckte, obgleich man jetzt sich schon dar.über hinwegsetzt, da das Einkommen sehr ansehnlich ist.In Leipzig verwaltete diesen Posten ein Gelehrter, derDoktor Netto, und in Berlin haben Vcrsorgungsan«spräche daraus: lange gediente Militair. und auch an-dere Personen, wenigstens bewerben sich sehr Dieledarum. — Die jetzige Tracht der Berliner Todtengräberist schwarz, ein schwarzer Frack, nebst Mantel und zweischwarzen Epauletts von Wolle, schwarze Weste undschwarze Beinkleider, und ein dreieckiger Hut. nebst Flor.Diele der Kirchhöfe Berlins treten mit schönen und ge-schmackvollen Denkmälern hervor, wie z. B. der Doro-theenstädtische Kirchhof vor dem Oranienburger Thore,auf welchem die Gräber von Fichte, Hegel, Gans,Hufeland, Hermbstädt, Schinkel, dem DichterLangbein rc., mit Denkmalen prangen, und der Jeru-salemer vor dem Hallischen Thore, mit den Denkmalenvon Jffland, Fleck, Hoffmann rc. Ein MehrereSKirchhof im Allgemeinen, siehe diesen Artikel, TH.L8,wo auch von den Todtengräbern ein MehrereS vor-kommt. — Don dem Todtengräber hat sich noch inden untern Volksklassen die Sage erhalten, daß wen»er beim Zuschütten eines Todten zuerst eine Hackenimmt, so stirbt aus der Familie zuerst der Mann,nimmt er dagegen die Schaufel zuerst, so trifft die Reihedie Frau. Der Todtengräber oder seine Gehülfen sindhieran aber gewiß sehr unschuldig, indem sie wohl seltenbeim Ergreifen eines dieser Werkzeuge erwägen, weichessie zuerst nehmen sollen; sie ergreifen das Erste, dasBeste, was ihnen in die Hände kommt, ohne an diesenAberglauben zu denken. — Eben so ist es auch der Fall,wenn ein Zipfel vom Hemde aus dem Sarge hervor-steht, welches Einen aus der Familie nachholen soll.Der Tischler oder derjenige, der den Sarg schließt, hat