Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Todtentopf. 539

welche, die Paralellogramme, andere dagegen die Vier.ecke bilden. In den Ersteren befindet sich gemeiniglich eingroßer Stein, der die Lage des Kopfes, «nd zuweilenmehrere kleine, welche die Lage der Arme des Verbrann-ten bezeichnen sollen; in Letzteren gewöhnlich nur einStein. Fig. 9188 und 9189. zeigen diese beiden Arten.Man findet auch Grabhügel, die aus lauter Feldsteinenin der Runde, ferner welche, die pyramidenförmig zu-sammengesetzt find, wie Fig.9190und9191 zeigt. Eineandere Art von Gräbern, die gemeiniglich den Namender Hcldenbetten (l^eoti lieroum) führen, bestehen auseinem oft ungeheuren, auf zweien oder mehreren an-dern Steinen ruhendem Blocke, Fig. 9192. Man fin-det auch oft dergleichen Töpfe oder Urnen in flacherErde, welches daher rührt, weil man die sie bezeichnen-den Steine hinwegräumte und zu Gebäuden benutzte.Bei der Eröffnung aller dieser Grabhügel muß mansehr behutsam verfahren, damit man die, zuweilen inbloßer Erde stehenden Gefäße nicht zerbreche. Die meisteZeit stehen die Urnen und andere Geräthschaften in Ge-wölben, die wie Fig. 9185 gebauet sind. Bei dieser Artvon Grabhügeln wurde immer die Kuppe derselben insKreuz durchschnitten, um desto besser hinzukommen, unddie Erde wegräumen zu können. Es wurde nun dergroße Stein in der Mitte, und bei den andern der großeund die daneben liegenden kleinen weggeräumt, und anderen Stelle einen weiten Kessel gegraben, und bis zurAuffindung des Gewölbes fortgefahren, welches manauf flachem Boden nur 1 bis 2 Fuß tief findet. BeiFig. 9190 ist es besser, wenn man von der einen Seitedie Steine wegzuräumen anfängt. Bei Fig. 9191ist es besser, von oben anzufangen, weil sonst dasNachstürzen der obern Steine das Gewölbe, und mitihm die darin befindlichen Sachen zerstören würde.Bei Fig. 9192 hat man die meiste Arbeit, indessen istzu rathen, wenn es Jemanden gelungen seyn sollte, den