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Todtentopf.
Holbein dem Jüngeren, den er auf dem Fisch-markte zu Basel gemalt hat, und der sowohl in Hol;geschnitten, als auch in dreißig Kupferstichen von W.Hvllar geätzt worden, ist von dem Vorhergehendenganz verschieden. Ob übrigens eine Verwechselung mitNikolaus Manuel und HansHugoKlubcr oderGrub er vorgegangen, so auch in den Orten Bern undBasel, läßt sich schwer entscheiden. Johann CasparFueßlin erwähnt in seiner Geschichte der bestenKünst-ler in der Schweiz, in 4 Bdn., dieses letzten Künstlersnicht, obgleich er in andern Werken erwähnt wird, alsobleibt es unentschieden, ob es mit dem Todtcntanze desKlubers oder Grubers seine Richtigkeit hat. VonHolbeins Todtentanz zeigt man noch die Handzeich-nungen in Basel vor.
Todtentopf, Aschentopf, Todtenurne, im gewöhn-lichen kleben, ein Name der Töpfe oder Urnen, worinman vor Einführung des Christenthums in Deutschlanddie Asche einer verbrannten Leiche, nebst einigen andernkleinen Geräthschaften that, und dann solche vergrub,oder in einem unterirdischen Gewölbe beisetzte. — So-wohl die Deutschen, als andere Nordische Völker, begru-den ihre Todten am liebsten am Wasser; an Flüssen,Seen rc., weshalb man die Urnen, Ossuurii und6ine-inrii, und andere Geräthschaften meistentheils nahe beiFlüssen findet, als z. B. bei Oderberg, im Spreewalde,an der Havel rc. Die äußeren Kennzeichen sind entwe-der kleine Erderhöhungen in der Form vonMaulwurfs-haufcn, die entweder glatt oder bewachsen, zuweilen auchmit einem oder mehreren Steinen bezeichnet und unterdem Namen luinnli bekannt sind. Fig. 9185 zeigtden Durchschnitt eines glatten, Fig. 9186 aber einesmit einem Steine bezeichneten Grabhügels. Anderewerden durch Feldsteine, die im Kreise eingesenkt sind, undin dessen Mitte sich gewöhnlich ein größerer Stein befin-det, wie Fig. 9187 zeigt, bezeichnet; man findet auch