542 Todtschießen. Todtschlag.
Gebirgsart sehr arm; es kommt fast nur versteinertesHolz und einige baumartige Filmten darin vor. Deneigenthümlichen Namen hat ste davon erhalten, weil ihran vielen Orten, z. B. im Mansfcldischen, der erzreicheKupferschiefer der folgenden Formation unmittelbar auf-gelagert ist, so daß sie das Liegende von diesem bildet,aber ein Liegendes, wo der Erzreichthum seine Grenzehat, das also in dieser Beziehung als ein todtes Ge-stein erscheint. Bisweilen kommen imRorh-Todtliegen-den, das die vorherrschende Bildung ist, untergeordneteLager von Steinkohlen vor, seltener mächtige Dolomit-massen und Kalksteinschichten von geringer Mächtigkeit.Im grauen Todtlicgenden zeigen sich bisweilen Schwer-spathgänge, welche,Erze führen. Diese Formation istziemlich in Deutschland verbreitet, und bildet oft be-trächtliche Berge, z. B. im Thüringer Walde am Jn-selsberge, bei Eiscnach, Ilmenau und Suhl, bei Geraund Altenburg am Fuße des Harzes, bei Richelsdorfin Hessen, bei Waldenburg in der Grafschaft Glaz, inden Alpen bei Botzen, im Salzburgischcn, in Steicr-mark re. Auch im. Schwarzwalde findet sich diese Fels-art häufig, z. B. als Porphyrconglomerat, oder ande-res geröllartigcs Conglomcrat, worauf oft der bunteSandstein (eine besondere Formation, die im Schwarz-walde herrschend ist) ruht, aber selten mächtig; doch trittsie am Schloßberge zu Baden und bei Hcrrenalb in be-trächtlicher Mächtigkeit auf.
Todrschießen, Fr. kusiller, eine Todesstrafe beimMilitair, s. unterKriegs- oder militärischeBer-brechen und Strafen, Th. 52, an verschiedenenStellen.
Todrschlag. diegewaltthätigeodcrgewaltsameBcroubungdes Lebens eines Menschen, sie geschehe nun vorschlichoder unvorsetzlich, oder mit weichem Werkzeuge sie wolle,obgleich es im Wortvcrstande die Beraubung des Lebensdurch einen Schlag bezeichnet. In der Deutsche» Bi-