Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Toga.

daß sie auf der linken Achsel sitzen blieb, wobei aber derrechte Arm hindurchgestcckt werden konnte, der linke bliebaber davon bedeckt. Nach Andern war die Toga eine ArtMantel, den man um den Körper vielfach schlagen konnte,so daß er verschiedene malerische Faltenwürfe zeigte, wieihn Winkelmann beschreibt. Nach diesem Schrift-steller wurde die Toga bei heiligen Verrichtungen, undbesonders bei Opfern, bis auf das Haupt hinaufgezo-gen, so, daß der linke Zipfel die rechte Achsel frei ließ,über die linke Achsel aber herunter fiel, und unter derBrust quer herüber gezogen wurde, wo der linke Zipfelmit dem Zipfel zur rechten Hand gewunden, und in die-sen hineingesteckt wurde, jedoch so, daß die Toga dochnoch bis auf die Füße hing, welches sich an der Figurdes Markus Aurclius und anderen ähnlichen Wer-ken zeigt. Wenn die Kaiser mit einem Theile der Togaauf das Haupt gezogen, vorgestellt sind, so deutet dieseTracht auf das hohcpriesterliche Amt derselben (da-her heißt auch die weiße päbstliche Kleidung die Toga).Sie soll von den Pelasgern auf die Lydier, und vondiesen zu den Römern gekommen seyn. Es schreibenaber Einige die Erfindung derselben dem Tcmenusoder Tebenus, einem Arkadier, zu. Zu Rom tru-gen die Patricier, die Ritter und auch der niedere Bür-ger die Toga, auch Männer und Frauen gemeinschaft-lich; sie diente des Tages beim Ausgehen als Kleid, unddes Nachts als Decke. Im Hause waren die Römermit einer Tunika bekleidet. Die Reichen trugen die Togasehr weit, bis auf sechs Ellen, die Armen aber um soenger, nicht als Abzeichen, sondern weil sie von solchemUmfange zu kostbar war. In einer noch früheren Zeitging sie bis auf die Füße herab, späterhin nur bis aufdie halben Waden. Sie war von natürlicher Wolle,wie sie die Schafe liefern; man färbte sie aber auch,zuweilen mit Kreide, um sie weißer zu haben, wel-ches die auf ein Amt Anspruch machende Kandidaten