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Tollkirsche. Tollmacher.
Keulen zwei bis drei starke Schläge auf das Eis thut,und damit den in der Tiefe hausenden Fisch betäubt; erdreht sich dann um, sperrt das Maul auf, und ist, eheer sich von dieser Betäubung wieder erholt, leicht zufangen. Das Eis muß mehrere Zoll stark und durchsich-tig seyn. Die übrigen, oben nicht genannten Fische keh-ren sich aber nicht daran.
Tollkirsche, s. Tollbeere.
Tollkopf, die GemüthSverfaffung, in welcher Jemandleicht in einen ungestümen Zorn geräth, und eine solchePerson selbst, sowohl in der ersten, als zweiten Bedeu-tung des Bei- und Ncbcnwortes toll.
Tollkorn, Tollkörner, s. Fischkörner, Th. 13,S. 721.
Tollkraut, eine Benennung verschiedener betäubender Ge-wächse oder Pflanzen; so führt diesen Namen: derausdauernde Lolch, Kalium pereono, s. Th. 80,S. 263 u. f.; der gefleckte Schierling, 6ioutamaoalutu, s. unter Schierling.TH.142,S.522u.f.;die gemeine Wolfskirsche, Straps, belln DonnaLiion., und mehrere andere Arten dieser Pflanzengat-lung; s. unter Wolfskirsche, in W.; der Stech-apfel, Dnturn 8trsmo»iom, s. diesen Artikel, Th. 171,S.83 u. f.; das Bilsenkraut, D^rsoiamrm IDinn.,welches auch tolle Bilse genannt wird rc. rc.; s. auchTollbeere.
Tollkühn, Bei- und Nebcnwort. kühn, ohne richtige An-wendung der Vernunft; alle Vermeidungen der Gefahrnicht achtend, sich wild, gleichsam vhneVernunst, in eineGefahr stürzend, deren Ausgang man nicht kennt, alsoauch nicht berechnen konnte, ob man darin glücklich, oderunglücklich seyn würde. Ein tollkühner Mensch.Eine tollkühneThat. Wand re nicht mit ei-nem Tollkühnen, Sir. 8, 18. Hierher gehört auchdie Tollkühnheit, eine tollkühne Handlung.
Tollmacher, brauen (mrncavensis, eine Spinnenart,