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Tollkerbel. Tollkeulen.
ten beigemischt wird, für sich allein die Wasserscheu be-wirken kann, so erhellt doch daraus, daß in ihrem Kör«per eine Materie von sehr großer Schärfe gegenwärtigseyn müsse; denn die augenblicklich erfolgte convulsivischeBewegung des untern Kinnbackens, so wie der starkeund schnelleZufluß des schäumenden Speichels, und daserfolgte Erbrechen bei dem einen Hunde, zeigte doch of.fenbar von einer stark wirkenden Schärfe. MehrereNa.turforscher, besonders neuere, wollen von einem Gifteoder einer scharfen Feuchtigkeit, welche diesen Thierenbeiwohnen soll, nichts wissen, sowohl der Speichel die-ser Thiere, als auch ihr Biß, Urin, die ausdünstendeFeuchtigkeit rc., sollen durchaus nichts Giftiges an sichtragen; da man aber aus der Erfahrung so verschiedeneZeugnisse über die Gegenwart und Abwesenheit einersolchen Schärfe findet, sollte es da nicht möglich seyn,daß eine so scharfe Feuchtigkeit bei den Kröten zu vcr-schiedenen Jahreszeiten da und nicht da seyn könne.Hierüber fehlen noch hinlängliche Beweise, indessen dieoben angeführten Erfahrungen, die ihre Richtigkeit ha«den, doch gewiß dafür sprechen, daß die Kröten in ihremInnern eine Schärfe eigener Art besitzen müssen, die siemittheilen können; mithin verdient diese BeobachtungeinigeAufmerksamkeit und eine fernere Untersuchung die-ses Gegenstandes. — 2. Don Toll, seltsam, unge-reimt, werden ungereimte, seltsame Handlungen in dervertraulichenSprcchart zuweilen Tollheiten genannt,daher eine solche Handlung begehen.
Tollkerbel oder Körbel, eine Benennung des gefleck-ten Schierlings, s. unter Schierling, Th. 142,S. 522 u. f.
Tollkeulen, eine Art Fischerey, in einigen Gegendendes Plaucnschen Sees in der Mark, zu Hechten, San-dern und Quappen oder Aalraupen, indem man bei nochnicht zu starkem aber auch nicht zu dünnem Eise mit