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Tölpel.
zelende eines gefällten Baumes; eine veraltete Bedeu-tung, wovon noch ein Paar figürliche Redensarten üb-lich find. Ueber den Tölpel fallen, aus Ungeschick,lichkeit einen Fehler begehen, eigentlich über einen Klotzfallen. Jemanden über den Tölpel werfen oderstoßen, einen Dummen oder Ungeschickten hintergehen.Wie schön sie mich über den Tölpel stoßenwill (Lessing), das heißt, ausfragen, daher übertöl-peln in eben dieser Bedeutung vorkommt, aber auchhintergehen und betriegcn bedeutet. Jchbinvondie-semManne recht übertölpelt worden, recht überdas Ohr gehauen worden, das heißt, angeführt oder be-trogen worden. Doch ist dieses nur ein leichter Betrug,der sich auf die eigene Unvorsichtigkeit des Betrogenenbezieht. — 2. Figürlich, eine aus Schwerfälligkeit, undhernach aus Dummheit ungeschickte Person, eine im höch-sten Grade plumpe und ungeschickte; wo es von Perso-nen beiderlei Geschlechts gebraucht wird. Ein grober,ungeschickter Tölpel. Da dieses Wort einen so ho-hen Grad der plumpen Ungeschicklichkeit bedeutet oderbezeichnet, so kommt es auch nur in den niedrigenSprech-arten vor, ist es auch nur darin üblich.
In der Naturgeschichte oder vielmehr Naturbe-schreibung ist Tölpel, 8ula, Fr. kon, eine Vögel-gattung, welche zur Familie der Pelikane, kelivuni-6ao, gehört, und folgenden Gattungscharakter nach derneuern Eintheilung dieser Bögel hat. Der Schnabel istlang, kegelförmig, nicht hakig gebogen, an den Ränderngezähnt, der Rachen sehr groß, die Füße kurz, die Flü-gel lang, der Schwanz gerade abgeschnitten, und dasGefieder meist weiß. Sie haben den Namen von ihrerscheinbar großen Dummheit, indem sie sich tödten las-sen, ohne einmal den Versuch zu machen, davon zu siie-gen, obgleich sie vortrefflich fliegen und schwimmen kön-neu. Es sind Stoßtaucher, die sich von Fischen nähren,das Nordmeer bewohnen, und zum Theil in großen Scha-