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Ton.
einen nicht gemeinen Farbensinn, als auch Studium derFarben selbst, da ihre Schattirungen so unendlich ver-schieden sind, um auch hierin die Töne anpassend zu fin-den, so daß sie eine angenehme Wirkung auf den Be-schauer machen; denn welchen Eindruck kann ein Ge-mälde machen, in welchem die Töne bunt durcheinandergewürfelt sind, ohne die geringste Harmonie, ohne zueinander paffende Farben. Welchen schönen Eindruckmacht nicht ein Regenbogen auf den Beschauer, weil hierdie Farben in Harmonie hervortreten; sie sanft ineinander übergehen, und so soll es mit den Farbentö-nen in jedem Gemälde seyn; sie sollen durch keine Här-ten den Beschauer stören. Die wenige Abwechselung inden Tönen des Kolorits soll gemeiniglich ein Fehler derSchüler seyn, die mit den Farben noch nicht recht umzu-gehen wissen, noch nicht wissen, wie sie die Töne an-sprechend setzen sollen. Die beste Manier zu malen, soll,nach dem Urtheile erfahrener Künstler in derGeschichts-maierey, diejenige seyn, wo die kleinen Parthien in denLichtern und Schatten nur leicht angedeutet sind, und dieVerschiedenheiten der Töne kaum merklich sich hervor-heben, damit die Größe der Massen nicht unterbrochenwerde. Diejenigen aber, die hierin nicht geübt sind, be-gnügen sich mit einigen Tönen, die fast unmerkliche Ab-wechselung auszudrücken, welche der geübte Künstler inden Uebergängen vom Lichte zum Schatten anzubringenweiß. — In der Farbenlehre besteht eben sowohleine Farbenleiter (8ealu vbromutieu), wie in derMusik eine T o n l e i t e r (8ealu mu8ica). Die Far-benleiter enthält die natürliche Folge der Farbentönc inbestimmten Graden. Diese ist nicht nur in der Naturgegründet, sondern auch von ihr selbst geordnet, undvollkommen und prachtvoll im Regenbogen vorgeschrie-ben. Ein ganzer Ton macht einen ganzen Grad derLeiter, sowohl in Laut, als Farbe aus. Halbrund höch-stens Bierteltöne trifft man in der Tonkunst an, die