Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Ton.

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chos und Anos sind Spiele, wovon die Helden ihrenNamen führen. Bei den Santos kommt sogar die Nr«ligion mit ins Spiel. Es werden nämlich am Weih-nachtsabende die Namen eines Herren und einer Dame,jeder mit dem Namen eines Heiligen, nach Art einerKlaffcnlotterie, gezogen; der Herr muß dann dem Heili-gen der Dome, und sie dem seinigen das ganzeJahr hin-durch eine besondere Verehrung bezeugen; der Erste istindessen viel zu galant, um dieses anzunehmen, obgleichseine Verpflichtung ihre völlige Gültigkeit behalt. DiesogenanntenEstrechvs sind von einem noch praktische-rcn Nutzen; es betrifft gleichfalls die Wahl eines Paa-res, deren Namen bei einer ähnlichenVerloosung in derdrei Königsnacht zusammen gezogen worden sind. DieDame erhält dadurch einen bestimmten Anbeter, einenverpflichteten Liebhaber mehr, dessen Verbindlichkeit sichauf das ganze folgende Jahr erstreckt. Etwas Aehn-liches sind auch die sogenannten Anos, nur daß sie inder Neujahrsnacht gezogen werden. Bei Allen läuftes auf Dienste, Aufmerksamkeit, Geschenke rc. hinaus.Die Französische Galanterie beschränkte sich nur aufDienste, Aufmerksamkeiten, Geschenke; ein Zuvorkom-wen beim Tanze, bei der Tafel, bei allen Spielen, be-sonders bei den Kartenspielen» wo den Damen immerder Gewinn gelassen wurde, so fein suchte man zu spie-len, absichtliche Fehler beim Spiele zu beschönigen, da-mit sich die Damen nie im Nachtheile befanden. DieserTon der feineren Erziehung, der Ausbildung für dieUmgangswelt dauerte in Frankreich bis zur Revolution,mit dieser ging Alles, was, mit einem Worte, Galan-terie hieß, also feine Lebensart in Gesellschaften, verlo-ren, ein roher Cynismus stellte sich ein, den man zwarunter der Republik zu bekämpfen suchte, aber dennochnicht ganz zu vernichten im Stande war. selbst in derMode fand bei den Frauen eine Gleichgültigkeit Statt,sowohl in der Absicht der Wahl, des Geschmacks und