Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Ton.

men nichts weniger als höflich war, worin gerade derfeine Ton, die gute Erziehung, in einer gemischten Ge>sellschaft liegt, die in der Revolution zu Grunde gegan-gen war. Napoleon sagte ihnen selten etwas Ange-nehmes, ja oftmals etwas Unartiges, welches wenig-stens der feine Hofmann verdeckt, wie z. B. Himmel!was haben Sie rothe Arme. Der garstigeKopfputz! Wer hat Ihnen die Haare so unor.dentlich als Büschel zusammengelegt? Siehaben ja ein sehr schmutziges Kleid an. Wech-seln Sie niemals Ihre Kleider? Ich habeSie schon zwanzigmal in diesem Kleide gese-hen. Und zur Herzogin von Chevreuse sagte er ein-mal in einer Gesellschaft in den Tuilerien: „Wirklichsonderbar, was Sie rothe Haare haben!"Woraus die Herzogin erwiederte: „Das ist möglich,mir sagt dies aber eine Mannsperson zumersten Male." DieHerzogiu hatte die schönsten blon-den Haare. Dieses hatte die Folge, daß sie nachher nachTours verwiesen wurde, weil sie sich nicht als Ehrcn-dame bei der Königin von Spanien hatte anstellen las-sen wollen. In diesem gesellschaftlichen Tone lag dochgewiß noch der Mann der Revolution, aber keineswegesder feine Weltmann, der in den Salons der ehemaligenfeinen Pariser Welt gebildet worden, deren Ton sichauch nach dem Auslande verpflanzte, und als das Höchsteder Erziehung gepriesen wurde oder galt. Daß aberauch Napoleon wohl wußte, daß hur ein feines Be-nehmen an andern Höfen Geltung halte, beweiset, daß,während er noch in Luxenburg als Konsul residirtc, erDuroc einen geheimen Auftrag an den König Fried-rich Wilhelm den Dritten von Preußen, im Jahre1800 , gab, und er gerade diesen dazu auswählte, weiler gut erzogen war, ein gutes Aeußcrcs hatte, und sichmit Zurückhaltung, aber mit Anmuth, was damals sel-ten war, aussprach. In Gesellschaften unter Männern