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Ton (Hof-).
Der feinste Hofton war vor der Revolution in Frank-reich, und so wurde dieser Ton fast überall an den Eu>ropäischen Höfen eingeführt, mit den Abweichungen, dieder Nationalcharaktcr als etwas Eigenthümliches auchan Höfen bezeichnet; also auch mit mehr Steifheit, odermehr Leichtigkeit oder Zwanglosigkcit im Benehmen,wie in den Forderungen des Anstandes und der Sitte.In neuester Zeit hat sich dicscrTon in Vielem bei meh.reren Höfen geändert, wenn auch gleich von der einenSeite noch das früher- Gepräge der Courtoifie als An-Haltspunkt der feinen Sitte geblieben ist, so hat sich dochvon der andern der Nationalcharakter mehr Bahn ge-brochen, ist Alles nationaler geworden, haben sich auchhier mehr die Schranken geöffnet, die den Hofton sonstumschlossen, und ihn, für jeden Nichthofmann, zu einemängstlich'schlüpfrigen Boden machten, ja diesen oftmalsdem Gespötte Preis gaben. Auch am Französischen Hofewollte man nach der Restauration, unter dem KönigeLudwig dem Achtzehnten, den früheren Hoftonwieder einführen, gab sich dcrMarquisDreux-Drozeund mehrere Hvslcute des unvieii roKiius alle Mühe,dieses zu bewirken; allein der Erfolg war nicht günstig;denn der neue Adel, ja selbst Viele des alten, besondersdie jungen Leute, bespöttelten diese Steifheit und Ge>zwungenhcit des alten roKimo, die sehr gegen das derneuern Zeit abstach, und noch besonders nach den Krie-gen, in welche Frankreich verwickelt war, und in wel-chen sich ein ganz anderer Ton bildete, mit dem der frü-here Hofton grell, ja komisch abstach. Ja man strittsich, ob nicht auch der Puder, die kurzen Beinkleider, dieSchuhe mitSchnallen, und der Zopf, und bei den Da-men die Reifröcke, Falbalas, die Wülste rc. wieder ein-geführt werden könnten, um die alte Zeit vollkommenin Allem wieder vor sich zu haben. Der schon oben ge-nannte Marquis« als Ceremonienmeister unter Ludwig