Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
Seite
700
JPEG-Download
 

700

Tonemthellung.

den, wie vorher gezeigt worden. Hier kommen auch zu-gleich die Pausen oder die Zeichen des Schweigens vor.Die Länge oder Kürze dieses Schweigens wird ebenfallsnach dem Maaße der angegebenen Geltung undZeitein-»Heilung der Noten durch besondere Zeichen bestimmt,die man in den musikalischen Lehrbüchern findet; s. auchden Art. Pause, Th. 108, S. 177. — Bei der Gel-tung und Eintheilung der Noten finden noch folgendeAusnahmen Statt. In vielen Fällen wird nämlich eineNote, anstatt in zwei gleiche Theile getheilt zu werden,in drei solche getheilt, welche so eingetheilte Note maneine Triolc nennt, welche Triolen um so viel geschwin«der gehen, als dazu erforderlich ist, um die Geltung dergrößeren Note, die so eingetheilt worden ist, nicht zuverrücken. Wenn also eine Viertelnote durch Achteltrio.lcn in drei Theile getheilt ist, so müssen diese drei Achtelnicht mehr Zeit wegnehmen, als wenn das Viertel inzwei gleicheAchtel getheilt worden wäre. Um dieseTrio-len recht bestimmt anzuzeigen, setzt man gewöhnlich eine3 darüber. Man theilt auch oft eine Note in sechsgleiche Theile, und nennt sie eine Sextole, welchenach Art der Triolen behandelt werden. Man theiltauch noch die Noten in 5, 7, 9, 10 und 12 Theile, dieeben so behandelt werden. Solche Figuren bekommenimmer den Namen von der Zahl der Noten, in die siegetheilt worden sind, so daß eine Figur von 5 NotenQuintole, eine von 12 Noten Decimole rc. heißt.Die Geltung und Dauer der Noten zu verlängern, hatman noch zwei besondere Zeichen, nämlich den Bogen^ und den . Dieser Bogen, der zum Unterschiede we-gen des Schleifbogens, der Bindebogen genanntwird, bindet zwei oder auch mehrere gleichlautendeNoten aneinander, so daß dadurch der Werth der fol-genden Noten auf die erste übergeht, ohne darum aufsNeue angeschlagen zu werden. Der Punkt, weichen manin dieser Beziehung gleich hinter die Noten setzt, verlän-