Toneintheilung. 699
hat, woraus die Lehre vom Takte folgt, welches Wortziemlich unbestimmt in mancherlei Bedeutungen gebrauchtwird. So versteht man erstens unter einer ganzenNote, die den Inhalt deS Takteinschnitts eines in oderganzen Takt einhergehendcn Stückes ausfüllt, einen gan«zen Takt. Zweitens benennt man damit die einzelnenkleinen Zeitabschnitte eines Musikstückes, in die es, nachder beim Anfange desselben angegebenen Taktart (ver.mittelst senkrechter Striche durch das Liniensystem, dieman Taktstriche heißt), getheilt ist. In dieser Bedeutungsagt man: das Stück hat so und so viel Takte (kleineTaktabtheilungen). So bezeichnet man drittens dieTaktart des Stücks, und sagt in dieser Beziehung, dasStück ist in ^ oder in ^ Takt rc. geschrieben. Eben soversteht man darunter viertens die langsamere odergeschwindere Bewegung eines Stückes, sowohl in Ab.ficht der einzelnen Noten, als der Taktarten und desTempos. Da dieses Letztere zugleich als die eigentlicheund richtige Bedeutung des Wortes anzusehen ist. sodrückt man diesen Begriff am richtigsten so aus: Taktist die Bestimmung des Zeitmaaßes, sowohl in Anse<hung der Dauer und Geltung einzelner Noten, als auchin Absicht auf die Taktarten oder die Arten deS Zeit«Maaßes und der Bewegung ganzer Sätze. — Wennnun die Höhe oder Tiefe der Noten durch die Stelle be-stimmt wird, die sie auf dem Liniensysteme einnehmen,so wird die Länge vderKürze derNoten durch ihre Formangedeutet, wie
^ - - -
—L——^
———^
-^
—!
Note.
In der neuern Musik sind die ganzen Noten die läng«sten und werthvollstcn. Eine ganze Note enthält zweihalben, und kann auch in kleinere Theile getheilt wer»