Band 
Hundert und fünf und achtzigster Theil, welcher die Artikel Tiegelzusammensetzung bis Tonprüfung enthält.
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Tonkunde. Tonkünstler.

Ueberjug daran von feinspicßigcn Salzkrystallen, wel-ches, nach einem Schriftsteller,.auf eine Einbökelungschließen läßt, wenn es sich nicht aus der Bohne selbstentwickelt. Der Geruch ist sehr angenehm, und diesesGeruchs wegen wird ste auch zu dem Schnupftabake ver-braucht. Obgleich Beckmann schon anführte, daß dieSpanier diese Bohne aus Amerika nach Europa brin-gen, so war man doch immer noch im Zweifel darüber,denn nach Schedel bringen sie die Holländer in denHandel, und nach dem Baron von Asch. den auchBeckmann anführt, soll die Tonkabohne aus Ost-indien nach Persten kommen, und in ganz Oberastendem Kaffee und Rauchtabake zugesetzt werden, weil steeine wollüstige Begeisterung verursache, und den Ge-schlechtstrieb reize. Man hat statt dieser Bohnen Sur-rogate zur Parfümirung des Tabaks vorgeschlagen, wieMelilotenblätter, Ruchgras rc.

Tonkunde, s. den folgenden Artikel.

Tonkunst, Tonkunde, s. Singekunst, Th. 134,S. 342 u. f.. und Musik, Th. 98, S. 526 u. f.Die Tonkunst bezieht sich auf den Gesang und das Jn-strumentenspiel; man hat dieses Wort für das Griechischeund Lateinische Musik eingeführt, doch nur in soferndasselbe Kenntniß und Wissenschaft der Töne und ihresVerhältnisses gegeneinander bezeichnet; daher sagt man:dieTonkunst verstehen, dieMusik; derTonkünst-ler, derMusikus, der dieseKunst versteht und alsKunstausübt, welches aber nicht den Beifall gefunden hat, alsdas Erste. Man sehe übrigens hier noch die ArtikelTon, Toneintheilung, Tonleiter, Tonmes-sung, Tonreihe rc. rc. nach.

Tonkünstleb, Musikus, Jemand, der die Tonkunststudiert hat, und sie als Kunst oder Gewerbe (Drodstu-dium) treibt oder ausübt; ein in der Musik erfahrenerund geübter Künstler, der aber noch von dem Kompo-nisten oder Tonsetzer in sofern verschieden ist, daß