Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Ueberfall. 24S

brauchen. Soll der Feind überfallen werden, indemer eben einen Ort zu besetzen gekommen ist, so legtman vor seiner Ankunft nahe bei dem Orte Truppenm Hinterhalt, und wartet den günstigen Zeitpunktab, seine eben ausgesetzten Feldwachen zurückzuwer-fen, mit diesen zugleich in den Ort zu dringen, undden Feind anzugreifen, ehe er sich in Vertheidigungs-stand gesetzt hat. Man muß den Angriff mit Kühn-heit beginnen und durchführen; und ein Theil der Ka-vallerie muß den Ort umgehen, um den Feind, wenndieser gezwungen wird, ihn zu verlassen, in den Rük-ken zu fallen. Im koupirten Terrain findet man eherGelegenheit, das Versteck nahe an den Weg, den derFeind pafsiren wird, zu legen. Die Mannschaft mußdann in mehrere Trupps oder Abtheilungen nebeneinander oder zu beiden Seiten, nach Beschaffenheitdes Terrains verdeckt postirt werden; man läßt siedann, wenn der Feind vorbei ist, auf ein gegebenesZeichen hervorbrechen. Man hüte sich vor den Blan-kern der feindlichen Avantgarde und den Seitenpa-trouillen, damit sie Niemand entdecken; sollte mandieses befürchten, wenn sie nämlich die nahen Gebüschedurchstreifen und gleichsam einen Feind vermuthen, somuß man die Truppen tiefer in den Wald oder indas Gebirge ziehen, und muß erst dann mit den-selben wieder vorrücken, wenn die Avantgarde unddie nächsten Seitenpatrouillen vorbei sind, unddann losbreche. Stößt man dann noch auf Seiteu-patrouillen, so kann man diese rasch über den Hauferrwerfen, und mit ihnen zugleich in den Feind eindrin-gen. Oft hat das Unerwartete eines solchen Angrit-fes das Uebergewicht über den Feind gegeben, wennman gleich eine geringere Truppenzahl, als die desFeindes, hatte, weil dieser, durch den unerwartetenAngriff bestürzt, in Verwirrung geräth, und die klei-nere Anzahl Truppen nicht einmal bemerkt, und uns