Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Uebergang. 348

gebohrt, durch welche fie mit Mieden verbunden wer-den sollen; dann wird auch noch ein großes Loch ge-bohrt, und darein starke Pflöcke getrieben, welche her-nach die Wollsäcke und die zum Gewichte nöthigenBalken halten sollen. Alle zwölf Fuß werden vier-eckige Löcher zwischen zwei Sparren durchgeschnitten,und zwar auf der Seite, wo man die Schricken treibt,welche das Floß gegen den Strom festhalten. DieseSchricken sind 12 Zoll starke, völlig eben und rundgearbeitete Pfähle, welche in den Grund gerammt wer-den, und über den Wasserspiegel noch 6 bis 8 Fuß her-vorstehen müssen. Sobald alle nöthigen Materialienzum Floßbau imLogement vorräthig sind, werden dieersten drei Sparren innerhalb der durchbrochenen Contreskarpe aneinander befestiget, dann auf Walzen indas Wasser geschoben, und hernach umgedrehet. Siewerden durch starke Taue an den Thürpfosten in derdurchgebrochenen Mauer befestiget; hierauf werdendie übrigen Sparren nachgezogen, und durch die ge-bohrten Löcher mit starken Mieden befestiget, welchesauf eine sehr einfache Art geschieht, indem das eineEnde der Miede zuerst durch das Loch gesteckt und dannsogleich durch einen eingetriebenen Keil befestiget wird,eben so wird das andere Ende der Miede durch das Lochdes daneben liegenden Balkens gesteckt, und mit einemKeile fest eingetrieben. Die Sparren des Flosseswerdenmit Brettern belegt, und solche darauf festgenagelt.Nachdem man 12 Fuß mit dem Floß vorgerückt ist, wirddie Brustwehr durch Wollsäcke errichtet. Wird manvom Feinde nicht beunruhiget, so kann man sogleichdas Floß bis an die gegenüberliegende Bresche füh-ren, welches bei einem 70 Fuß breiten Graben inneun bis zehn Minuten durch geschickte Pontonniersgeschehen kann. Wenn die Tragbarkeit des Flossesnicht groß genug seyn sollte, so kann man auch anbeiden Seiten der Sparren große wohlverschlosseneTonnen anhängen, oder auch mehrere Lagen Bretter