Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Uebergang.

auflegen. Sollte ein trockener Graben durch den Feindmit Wasser gefüllt werden können, wenn mau ebenmit dem Sappiren in demselben beschäftiget wäre, somuß derFeind durch einen Sturm aufdieBresche über-rascht, oder durch Listdahin gebracht werden, den Grabenfrüher mit Wasser anzulassen. Es ereignen sich öftersFälle, wo man sowohl die vorher bereitete Desceute,als auch die Grabenpassage ersparen kann, wennnämlich die Bresche nicht bloß ersteigbar, sondern auchdie Hauptflanke demontirt, keine Minen unter derBresche befindlich sind, da die Besatzung sich nur nochschwach vertheidiget. Die Mineurs schlagen dann inden bedeckten Weg ein, legen eine Mine, und spren-gen die Mauer der Contreskarpe in dem Augenblicke,wo der Sturm beginnen soll. Der Uebergang überden nassen Graben wird dann durch eine Kastenbrückcbewerkstelliget, welche in einigen Minuten geschlagenist. Oft kann man auch das Wasser eines Grabensableiten, welches häufig bei einem Vergraben angeht(Rumpf's allgemeines Kriegswörterbuch,Th. 2, S. 469 u. f.).

In der Malerey, wie schon oben, S. 334, be-merkt worden, ist der Uebergang ein Verschmelzen derFarbentinten ineinander oder eine Vereinigung ver-schiedener aufgesetzterFarbentinten, indemmau sie so zuvertreiben sucht, daß man die Uebergänge kaum merkt.Auch der Punkt, welcher die Schatten von den Lich-tern absondert. Das Licht muß gleichsam in demSchatten erlöschen. Eine Tinte muß daher in demGrade schwächer oder stärker werden, daß sie nur eineFortsetzung der andern zu seyn scheint, welches ver-mittelst der Halbschatten bewirkt wird. Diese zartenUebergänge sind besonders in der Färbung des Flei-sches, vorzüglich des Gesichts beim Portrait, von gro-ßer Wichtigkeit, indem dadurch auch die Gesichtszüge,und mithin die Aehnlichkeit, sehr gehoben werde, wel-