Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Ueberkippeln. Ueberkla'ftn'g.

von Ungarn und Böhmen, eine eifrige AnhängerinLuthers, und dieserhalb von ihrem Gemahle versto-ßen, eine Zeit lang aufgehalten; sey oft zu Fuße vonihrer Felsenburg herab nach Ueberkingen zur Kirchegegangen, und endlich auch in dieser Kirche neben demAltare begraben worden.

Ueberkippeln, s. den folgenden Artikel.

Ueberkippen, so kippen, daß es vorn überhängt, auchüberschlägt. Es kommt nur bei Geräthschaften, Ma-terialien, Waarenbehältnifsen :c. vor. Der Tisch, derSchrank kippt über, wenn er nach vorn hin überschlägt,das heißt, beim Darauslegen oder beim Rücken dieNeigung nach vornhin zum Fallen erhält. So kipptman ein Faß über, wenn man einen Waarenrest Her-auslangen will, z. B. Salz, Salpeter, Alaun rc.; soeine Schirmlampe, um den Docht mitOel zu tränken,wenn er schon so weit abgebrannt ist, daß ihn das Oelin dem Kasten nicht mehr erreichen kann. So kipptman ein aufrecht stehendes Werkstück, einen Stein über,damit er flach zu liegen kommt. Das Ueberkippen ge-schieht daher immer bei aufrechtstehenden Sachen, dieso gestaltet sind, daß sie ein Ueberkippen zulassen, ge-schehe dieses Ueberkippen nun zufällig oder absichtlich.Im gemeinen Leben überkippeln, überköpeln,womit man jedoch auch den Begriff des Ueber schla-gen s verbindet. So sagt man von den Wendetauben,daß sie sich überköpeln, überschlagen, und nennt siedaher auch Ueberköpler, Köpler. So sagt mansich überkippeln oder überköpeln, wenn mansich überschlägt, wie es auch die Equilibristen in einergewissen Höhe in der Luft thun, Kobold schießen odereinen Burzelbaum machen. So überköpelt man sichauch, wenn man Rad schlägt.

Ueberkläftrig, im Forstwesen, ein Baum, der mehrals eine Klafter Brennholz giebt: ein überkläftri-ger Baum.

Per. techn. Enc. Lh. 6X6II.

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