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Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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388 Ueberkollern. Ueberköthen.

Die Suppe, der Kaffee rc. kocht über. S. Ueb er-laufen.

Ueberkollern, sich überwallen, wird nur von Equilibri-sten gesagt, wenn sie sich gleich einer Kugel auf derErde herum rollen oder übereinander rollen.

Ueberkommen, über etwas kommen, das heißt, hinüberoder herüber. Der Fluß ist zu breit, ich kannnicht überkommen, hinüber. Mit Jemandenüberkommen, sich mit ihm vergleichen, einig mitihm werden, eine im Hochdeutschen veraltete Bedeu-tung, wofür man jetzt übereinkommen gebraucht;s. dieses Wort. Im Oberdeutschen istUeberkom-niß so viel als Vergleich, Vertrag, Uebereinkunft.Ueberkommen, für bekommen, ist nicht mehr rechtgebräuchlich, obgleich es noch vorkommt. Eine großeMacht übcrkommen. Er hat das Amt über-kommen. Jemanden überkommen, ihn über-führen, überweisen, ist eine im Hochdeutschen veralteteBedeutung.

Ueberköpeln, s. Ucberkippen.

Ueberköthen, in der Thicrheilknnst, bei Pferden,Verrenkungen des Fcffelgelenkes oder des Schienbei-nes mit dem Fesselbeinc, sowohl der vorder«, als derHintern Extremitäten; man sagt: das Pferd hatübergeköthet, über's Koth- oder Köthengelenk ge-schossen. Dieses Uebel besteht nach Dieterichs (s.dessen Handbuch der Veterinair - Chirurgie,5te Allst., Berlin, 1841, S. 533 n. f.) mehrentheilsin einer sehr starken Dehnung des Streckers des Huf-beines und der Scitenbänder des Schien- und Fessel-beingelenkes, und dann ist es eine bloße Verstau-chung; oder es ist in einer Zerreißung dieser Bänderbegründet, und dann ist es eine vollkommene Verren-kung. Bei einer bloßen Dehnung der genanntenTheile durch irgend heftige Anstrengungen, durch Tre-ten und Steckenbleiben in einem Loche oder im Lehm-