Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Ue-erkötheii.

boden, knickt das Pferd bei jedem Fortschreiten mitdem sonst zurückstehenden Fesselgelenke nach vorne,besonders aber, wenn es über einen erhabenen Gegen-stand schreitet, immer wieder über; es geleitet beson-ders das untere Gelenk des Schienbeines nach vornaus, und bildet hier eine rundeBeule; in solcher Stel-lung ruht sich auch das Pferd auf dem Fuße, und esgeleitet nur dann und wann die Gelenkfläche des un-tern Schienbeines in ihre gehörigeLage. Bei der ein-fachen Verstauchung, demÜeberköthen, zeigt das Pferdaußerdem noch bedeutende Schmerzen, oder tritt garnicht auf. Das gewöhnliche Uebcrköthen wird öf-ters gänzlich und auch gut geheilt, wenn das Uebelnoch neu und nicht in einem zu hohen Grade gegen-wärtig ist; wird aber das Uebel versäumt oder un-zweckmäßig behandelt, oder es ist eine wirkliche Ver-renkung entstanden, so bekommt das Pferd einenStelzfuß, in der Art, daß es noch zum Dienste,wobei es langsam geht, gebraucht werden kann. —Bei der Heilung sehe man nach, ob das Pferd nochbeschlagen und zwar mit solchen Hufeisen ist, an wel-chen sich hohe Stollen befinden; ist dieses der Fall, somüssen diese Eisen sogleich abgenommen werden, undes muß bis zur Heilung ohne Hufeisen oder doch mitsolchen stehen, welche dem krankhaften Zustande ange-messen sind. Bei der Entzündung wendet man dieKälte in ihrem ganzen Umfange an, das heißt, kalteWasierumschläge, bis der Zustand eine andere Wen-dung nimmt. Auch kann man Küchensalz (Utimnnuwiutieum) und Glaubersalz zu gleichen Theilen inkaltem Wasser lösen, und Essig hinzusetzen, um die kal-ten Umschläge mit besserem Erfolge anzuwenden; da-bei ist dem Pferde Ruhe zu gestatten. Man kann demPferde auch während der Behandlung ein Hufeisenaufschlagen und anschnallen, welches an seinem Ze-hentheile sehr stark, oder mit einem Griffe, oder mit