Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Ueberlingen.

lich aufbehaltenen Begebenheit, und durch die Fort-pflanzung von alten Zeiten her. unterscheidet sichdie Ueberlieferung von der Sage (Th. 180,S. 440 u. f.), welche unter zugleich lebenden Per-sonen mündlich fortgepflanzt wird.

Ueberlingen, Quelle zu, die am Obersee, an dem nörd-lichen Ende des Bodcnsees, zunächst der Molasse,entspringt. Sie ist eine als Bad und Getränkziemlich fleißig benutzte Chalybokrenc oder kalteeisenhaltige Quelle, mit einem geringen Antheile anNatroncarbonat und, dem Scheine nach, sehr wech-selnden Bestandtheilen; aber besonders reich an Ei-sen und Kieselsäure. Sauter (Beschreibung derMineralquelle zu Ueberlingen rc. Konstanz, 1836)hat eine Analyse dieses Mineralwassers, welches erselbst 1801 untersucht hat, mitgetheilt, die aber voneiner andern, durch Hcrbcrgcr nach Tschappe1831 mitgetheilten, sehr verschieden ist; denn siegiebt nicht, gleich jener, Natroncarbonat als Bestand-theil an. Die Analyse enthält: Natronsulphat 0,39;Chlornatron 0,30; Chlortalk 0,20; Talkcarbonat0,51; Kalkcarbonat 0,89; Eisencarbonat 0,43;Mangancarbonat 0,04; Thonerde 0,06; Kieselsäure0,32; Azothalt. Stoff 0,34; — zusammen 3,61;nebst 2,666 Kubikzoll Kohlensäure, und 0,433 Stick-gas; Wärmegrad 13" 75 — 15"; specifisches Ge-wicht 1,002; der Ort liegt über dem Meere 1225^.— Man benutzt diese Quelle, wie die Stahlquellcn,vorzugsweise bei «tonischen und Erschlaffungszustän-den; neuerlich ist sie bei Lithiasis sehr gerühmt worden.Nach Köl reut er soll sie eine, in ihrem Laufe er-kaltete oder mit anderem Wasser vermischte Quelleseyn. Die Anstalt ist jetzt verbessert und für Bäderam Bodensec eingerichtet. Die Lage des Ortes,drei Meilen von Schafhausen entfernt, ist angenehmfür Badegäste. (Theoretisch-praktisches