Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Ueberlislen.

Lateinischen Schule für den höheren Unterricht, meh-rere Knaben- und Mädchenschulen. - Außer demWeine, der hier wächst, und eine der vorzüglichstenNahrungsquellen der Einwohner ist, und den ver-schiedenen Steinbrüchen, ist auch das eben ange-führte Mineralwasser ein Erwerbsquell für die Ein-wohner; wozu auch noch das von dem Ursprüngedieses Wassers 270 Fuß gegen den See quellendeWasser gehört, welches die Warzen heilen soll, undder wöchentliche Getreidemarkt, der von Getreidekäu-fern aus der Schweiz und den angrenzenden Ortendes Sees besucht wird, und hierin besteht auch ihrvorzüglicher Handel auf dem Bodensee. Zur Sicher-heit der Schifffahrt sind Anlanden und Dämme ge-bauet worden. Kaiser Karl der Fünfte ertheilteder Stadt 1537, wegen wichtiger, dem Reiche er-wiesener Dienste, ein ausschließendes Privilegium,kraft dessen auf zwei Meilen Weges um die Stadtherum kein neuer Getreidehandel, noch Salzhandelaufgerichtet werden durfte, welches aber nach derjetzigen Verfassung des Deutschen Reiches und unterBadenscher Hoheit aufgehört hat. Außer dem Frucht-markte hat Ueberlingen noch eine starke Waarennie-derlage, die Waaren werden von den Niederlandennach Italien spedirt; die aber jetzt auch nicht mehr be-veutend ist. Die Stadt hat besonders im dreißigjähri-gen Kriege, und dann in den Französisch-DeutschenKriegen viel gelitten, und dann auch einigemal bedeu-tende Wasserschäden gehabt. Das Wappen ist ein sil-berner Löwe, in einem rothen Schildchen, welches aneinem schwarzen Adler ist, der in einem goldenenFelde steht. Auf dem Helme ist ein Löwe mit blo-ßen, Schwerte.

Ueberliften, an List übertreffen, einen Listigen durchList hintergehen, eine noch größere List besitzen, als