Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Uebermachen.

maaß ihrer Liebe gegen einen Treulosenverdient Bewunderung. Er hat sein Le-ben im Uebermaaße genossen, so, daß erjetzt die Früchte davon in einem siechenKörper trägt. Wenn Jemand sich allen Aus-schweifungen im Essen und Trinken, in der Liebe,im Spiele rc., so hingegeben hat, daß sein Körperdavon das Uebermaaß zeigt. — Adelung machtzwischen Uebermaaß und Uebermaaße einen Un-terschied, und sagt: beide wären so verschieden, wiedas Maaß und die Maaße, indem das Letzteredasjenige Verhältniß anzeige: da der gehörige odergewöhnliche Grad der innern Stärke gegen die Na-tur der Sache sehr weit überschritten werde, sowohlim guten als im nachtheiligen Verstände. In sol-cher Uebermaaße wird die Liebe zum Le-ben Leidenschaft. Indessen fügt er auch hinzu:daß beide Wörter häufig mit einander verwechseltwürden, und dieses ist auch der Fall, weil die Fein-heit in der Unterscheidung so groß ist, daß sie Nie-mand beachtet. — Das Bei- und Nebenwort über-mäßig, Uebermaaß enthaltend, das heißt, das ge-hörige oder gewöhnliche Maaß weit überschreitend,kommt oft vor. Eine übermäßige Größe;übermäßig reich seyn; übermäßig zu thunhaben oder übermäßige Geschäfte haben.Uebermäßig Essen und Trinken; eine über-mäßige Freude; ein übermäßiger Schmerz,Kummer; übermäßige Sorgen. Sich über-mäßig freuen. Unmäßig zeigt einen noch höhe-ren Grad an, wo gar kein Verhältniß Statt findet.

Uebermachen, welches in verschiedenen Bedeutungenvorkommt. 1) Auf der Oberfläche bearbeiten, jedochnur im gemeinen Leben, wo es auch zuweilen fürüberkleiden, übertünchen w. gebraucht wird. — 2)Einem etwas überwachen, es ihm übersenden, über-Oec. tech. E»c. Th. 6X6II. E e