Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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434 Uebermacht.

schicken. Jemanden Waaren auf der Postüberwachen. Geld an Jemanden überwa-chen. Man gebraucht es gewöhnlich von Gegen-ständen von einiger Größe. So wird man einenBrief nicht leicht überwachen, sondern überschicken,und so auch andere kleine Gegenstände; wohl aberÜbermacht man Jemanden eine Estafette oder Sta-fette. — 3) Bei den Jägern ist ein überwach-tes Zwingen, diejenige Art der Fährte, wenn derHirsch mit dem Hinteren Fuße genau in den vorde-ren eintritt. — 4) In der Bibel, für übertreiben,eine im Hochdeutschen veraltete Bedeutung. S i eHabens Übermacht, darum müssen sie zuBoden gehen; Jer. 48, 36. Und verderbtedas ganze Land ohne Barmherzigkeit, diees mit Sünden Übermacht hatten; Sir.16, 10. So auch die Ucbermachung.

Uebermachr, die überlegene Macht, oder ein großerGrad von Macht. Es kommt in allen den Bezie-hungen vor, wo Macht (Th. 83, S. 138 u. f.)in einem geringeren Grade gebraucht wird. So kannRußland eine übergroße Landmacht (mitderReserve in Friedenszeiten 870,000 Mann, 155,756Pferde und 1200 Kanonen) und England eineübergroße Seemacht (557 Kriegsschiffe, näm-lich: 22 Linienschiffe von 100 Kanonen und darüber,99 von 74 Kanonen und darüber, 104 von 42 Ka-nonen und darüber, 22 Dampfschiffe und 310 an-dere Schiffe von 10 — 30 Kanonen; die Zahl derMatrosen beträgt 17,500, die der Seesoldaten9000, die der Schiffsjungen 1000) aufstellen. Sohatte Napoleon mit seinen Verbündete neine über-große Macht, womit er seine Siege errang, indem ersie geschickt benutzte und die Truppen anführte. DieKriegsvölker, die er nach Rußland 1812 führte be-trugen über 600,000 Mann, nebst 130,000 Pfer-