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Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Uebermalen.

bestimmt sind, müssen sehr rein, frisch, und da, wo sieAmit der Lokaltinte verschmolzen werden, kaum bemerk-Dbar seyn, so daß sie auch da, wo sie in die Haupt-schatten übergehen, durchaus keine Harte verursachen.Alle große Parthien übermale man mit einem nichtzu schwachen Fijchhaarpinsel, so, daß man Alles alseinen reinen Guß betrachten kann, das heißt, daß eineFarbe in die andere übergeht und sich mit derselbenverschmelzt. — Um die Hauptfarbe einer Draperiein eine gewisse Harmonie zu bringen, muß man beider letzten Uebermalung solche mit einer allgemeinenLasur übergehen, und solches mit einer Farbe, welcheder desLokaltonS genau entspricht, in sofern man nichtdurch die Lasur eine andere Farbe hervorzubringen be-absichtiget. — Wie bei der Untcrmalung, muß mansich auch beim Uebermalen so einrichten, daß man,besonders imSommer, wo die Farben schnell trocknen,einen Kopf in einemTagc vollendet; denn man würdeam andern Tage die Tinten wegen der zu steif gewor-denen Farbe nicht mehr vereinigen können. Man kannhier, nach Bouvier, folgendermaßen verfahren: Istdie Jahreszeit kühl und feucht, so bewahre man dasGemälde an einem kühlen schattigen Orte, z. B. ineinem Keller, auf, wo man dann am andern Tage,ohne befürchten zu müssen, daß die Farben zu steifoder gar trocken geworden sind, mit der Arbeit fort-fahren kann. Wenn der Keller zu trocken seyn sollte,so kann man ein mit Wasser gefülltes Gefäß hincin-setzen, über welches man das Gemälde, jedoch nurmit den vier Ecken auffegt, wo dasselbe, vermöge derausdünstenden Feuchtigkeit, naß und frisch erhaltenwird. Arbeitet man an den Fleischparthien, so darfman nie in der Mitte, das heißt, in den lichten Thei-len derselben, aufhören. Arbeitet man z. B. an derWange, so muß man entweder an den Schläfen, beiden Augenbraunen, oder an der Nasenwurzel aufhö-