484 Ueberrennen. Ueberrest.
Ueberrennen, über den Haufen rennen. Ein Kind,ein Thier überrennen; s. auch Ueberlaufen.Das Rennen bezeichnet hier eine viel schnellere Be-wegung, als das Laufen, mithin ist auch der Stoß hef-tiger, der auf einen Andern geschieht, wodurch er um-geworfen wird. — Jemanden überrennen, esihm im Rennen zuvor thun.
Ueberrest, dasjenige, was von einem Gegenstände übrigbleibt, und welches man auch nur den Rest zu nen-nen pflegt. Der Ueberrest der Speisen bei derMahlzeit. Der Ueberrest desWe in es, der nochin der Flasche bleibt. Der Ueberrest einerWaare, was noch davon übrig ist. Der Ueber-rest der Leinwand. DerUeberrest einesBau-werkes, die Ruine. Der Ueberrest von denFrüchten, welche der Hagel abgeschlagen hat,die noch am Baume sitzen gebliebenen Früchte. S.auch den Art. Rest, Th. 123, S. 119. —Auch wirddieses Wort häufig von denUeberbleibseln oder über-bleibenden Theilen menschlicher todter Körper ge-braucht, und gewöhnlich in derMehrzahl: dieUeber-reste, sterblichen Ueberreste eines Verstor-benen. Die theuren Ueberreste des Verstor-benen sind in die Gruft gesenkt oder in einemGewölbe beigesetzt worden, in der ediern Sprache. Esvertritt hier die Stelle der Gebeine der Todten, wor-unter man den Knochenbau des menschlichen Körpersversteht. — In einem weitläuftigen Verstände verstehtman unter Ueberresten die fossilen Gerippe vonThieren aus der Urwelt, so auch von fossilen Pflanzenresten daher; z. B. von Thieren Säugethieren, (M am-maliolithen), kommen vor: der MammouthoderRiesenelephant, dasMcgathcrium oderGroß-thier, welches dem Faulthiere gleicht, derHydrarchos,ein riesenhaftes Seethier, der LeviathanIksu lUissoui 160828 ), auch Sichelzahn Missou-