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Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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508 Ueberschlag.

Namen Ueberschlag, aber noch häufiger Um-schlag. — In der Baukunst, führt bei einemjeden Gesimse, das oberste gerade Glied, welcheseinem breiten Riemen gleicht, und über alle darunterbefindliche Glieder hervorsticht, dem Namen Ueber-schlag. — Bei den Tuchbcreiten heißt Ueber-schlag ein Fehler bei den Tüchern, der beimScheercn derselben entsteht. Dieser Fehler entstehtdaher, wenn die Scheerc nicht gut gerichtet ist,und an allen Stellen nicht gut schneidet; es bleibtdann in der Mitte einer Tischlänge eine Stelleungeschoren stehen. — Inder Wundarzneykunstist der Ueberschlag, ein feuchtes Arzneymittel, z. B.abgekochte, zertheilende Kräuter, welches über einenwunden oder kranken Theil geschlagen oder gelegtwird. So z. B. bei Kopfverletzungen, Quetschun-gen und andern äußeren Schäden, werden, nachdem Zustande der Wunden, Ueberschläge von war-men Wein, Branntwein, Kampferspiritus, Seifen-spiritus, zertheilenden Kräutern in Wasser, auch inWein gekocht, warm mit Tüchern gemacht, oderauch kühlende Sachen, als kaltes Wasser, oder Was-ser und Essig, Bleywasser rc. mit Tüchern über-geschlagen. Warme und kalte Ueberschlägeüber ein Glied machen. — In Sachsen pflegtman den Predigerkragen Ueberschlag oder Ueber-schlägelchen zu nennen, den mau in der ProvinzBrandenburg das Böfgcn heißt. Auch die Böf-gen, von feiner, weißer Leinwand (Batist, Bastard),welche Mannsleute unter der Halsbinde oder demHalstuche tragen, und die beim Heraussehen zubeiden Seiten der Wangen, über das Halstuch oderdie Binde geschlagen werden, nennt man auchUeberschläge. — Auch eine Art eines Randes,welchen man an etwas macht oder daran stehen