Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Ueberschlag.

den Waare: s) auf den Einkaufspreis; I,) auf dieUnkosten von der Stelle der Einkaufs bis zur Stelledes Verkaufs, c) auf die Nebenspesen :c. sehen. —So macht man bei jeder Entreprise, z B. bei Lie-ferungen für Truppenteile einer Armee, beim Berg-baue, bei Fabriken und Manufakturen re., erst ei-nen Ueberschlag, ob man auch dabei bestehen undden üblichen Gewinn ziehen kann. Ein solcherUeberschlag ist nöthig bei allen Sachen, die man imGroßen betreiben will, oder wozu ein gewisses Aus-oder Anlage-Kapital gehört, damit man sich wegender Kosten sichere. So macht man auch bei Spe-kulationen auf gewisse Waaren, die im Preise stei-gen können, vorher einen Ueberschlag, zu wel-cher Zeit und auf welchem Wege die Waaren amGeschwindesten, wenn nicht besondere Unglücksfälle,z. B. auf dem Meere oder sonst beim Landtrans-porte vorfallen, eintreffen können, damit man sieeher hat, als ein Anderer, wodurch man im Vor-theileist. — 3) Dasjenige, was übergeschlagen wird.Beim Schneider oder Klcidcrmacher werdengewisse umgeschlagene Theile an den Kleidungs-stücken häufig Ueberschlägc genannt. EinUeberschlag am Kragen; die Ueberschlägcauf den Aermeln, welche noch häufiger Auf-schläge genannt werden. So nennt man auchdie Klappen oder Umschläge, beim Aufklappen ei-nes Ober- und Ueberrocks, am Halse, die dann zubeiden Seiten der Brust überschlagen, auch bei Leib-röcken oder Fracks, Ueberschlägc. Auch bei denUniformen und Monturen des Militairs werdendie Rabatten, auch die Umschläge hinten an denSchößen des Rockes, Ueberschlägc genannt. — Beiden Frauenzimmern, haupsächlich Nähterin-nen, erhält auch der breite Saum an den Hem-den, Schnupftüchern, auch an den Kleidern, den