Band 
Hundert und zwei und neunzigster Theil, welcher die Artikel Typus bis Übersiedelung enthält.
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Ueberschwängerung.

tung, nach dem Berichterstatter, vielleicht in Zweifelziehen; allein folgender Fall hebt diesen Zweifel. ImHeumonate (July) 1772 kam die Frau eines Gast-wirtheS inHerbishire, Joh. Karl Worths, nach ei-ner sehr kurzen Geburtsarbeit mit Drillingen nieder,worauf kein übler Zufall weiter erfolgte; denn dieFrau befand sich bis zum zehnten Tage sehr wohl, wosie wieder lebhafte Schmerzen empfand, und daraufein viertes Kind gebar. Man erstaunte aber, als dieseFrau zwölf Tage hernach zum dritten Male kreisete;sie brachte dabei etwas länger zu, als das vorigeMal, und wurde von zwei Kindern entbunden. DieseKinder waren klein, aber sehr gut gebildet. Vierestarben davon, und nur ein Knabe und ein Mädchenblieben am Leben; sie waren von gesunder Lcibesbe-schaffenhcit, und schienen eines längeren Lebens fähigzu seyn (^ottt'n.Luo)'6loj)k>6(1i«jiit;, 1772). Wollteman nun auch bei Zwillingsgeburten eine doppelteGebärmutter zugeben, die sich aber, wie schon obenbemerkt worden, nicht erwiesen hat, wie sollte es nunbei den eben erwähnten Fällen zugegangen seyn, wosechs Kinder geboren worden, und bei Drillingen, diedoch auch vorkommen, wenn auch selten? Nach derKönigl. Akademie der Wissenschaften zu Stockholm,fand man bei einer Frau, die fünf Monate, nachdemsie einen wohlgebildeten Knaben geboren hatte, miteinem lebendigen und wohlgebauten Mädchen nieder-kam, die Gebärmutter einfach und von einer völlignatürlichen Beschaffenheit. In den Schriften dieserAkademie geschieht auch eines Falles Erwähnung, woeine Frau, sechs Monate nach ihrer ersten Nieder-kunft, ein zweites Kind gebar. Masson, der einMitglied der Fakultät zu Montpellier und ausüben-der Arzt zu Beziers war, kam der seltene Fall vor,daß eine Frau, nach der Geburt einer unzeitigen, inihre Häute eingeschlossenen und ungefähr vierzig Tage