lleberschwemmen und Überschwemmung. 53 l
große Überschwemmungen gegeben, wie dieses dievielen Uebcrreste von untergegangenen oder durch dieFluch zerstörten Thicrgefchlechtern beweisen, die nachden vorgefundenen versteinerten Skeletten und Kno-chen nicht mehr auf unserer Erde und in unsern Mee-ren lebend angetroffen werden. Insbesondere ist dieZahl der versteinerten Schnecken, Muscheln und an-derer Meergewürme sehr groß, die gänzlich von den-jenigen verschieden sind, welche der jetzt lebendenSchöpfung angehören. Ganze Berge bestehen zumgroßen Theile aus solchen Versteinerungen; und ebenso findet man in manchen Gebirgen, besonders in de-nen, welche Steinkohlen führen, Uebcrreste und Ab-drücke von Bäumen, Nohrarten und andern Pflanzen,die denen keineswcgcs gleichen, die jetzt noch auf derOberfläche der Erde wachsen. Manche der Versteine-rungen, welche Neste von Meergeschöpfen sind, findetman in großer Menge auf hohen Bergen, so daß manannehmen muß, das Meer habe hier entweder einmalgefluthet, oder sich bis auf diese Höhe ergossen, oderdiese Berge haben sich aus dem Meeresgrunde empor-gehoben. Die mächtigen Lager der Steinkohlen undBraunkohlen, die man in den Gebirgen antrifft, gebenuns die sicherste Kunde von einer durch Ueberschwem-mungen untergegangenen Pflanzenwelt, wo die Flu-chen so stark waren, daß sie alle Bäume ganzer Wal-dungen ausgespült, mit fortgerissen und sie in Ab-gründe gestürzt haben, die nachher mit Steinen oderGruß und Erde überdeckt, und so oft bergctief begra-ben worden. Dann gehören auch noch zu den Verän-derungen, welche große Wafserfluthen verursacht ha-ben, die Anwesenheit einer Menge von Felsblöcken inGegenden, wo keine dergleichen Gebirge in der Nähesind, von denen sie abstammen können. So finden sichin den Thälern und an den Höhen des Juragebirgesin der Schweiz, das aus Kalkstein besteht, sehr zahl-
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