542 Ueberschwemmen und Überschwemmung.
versteckt lagen, hinweg mußten, wobei der Regen inStrömen Herabfloß. Die Unglücklichen wurden mit-telst Leitern aus den Fenstern geholt, oder an Strickenherabgelassen. VieleHäuser, vomWasser unterwühlt,stürzten ein. Auf dem Lande flüchteten die Armen aufBöden, Dächer und Bäume. Zu Revers wurde dieganze Garnison aufgeboten, um der Vorstadt St.Antoine, deren zerstörte Wohnungen von allen Seitenumströmt waren, Rettung zu bringen, wozu sich nochdie beiden Dampfschiffe, welche den Dienst zwischenBigain und Revers verrichten, gesellten. Die Solda-ten des 57sten Regiments standen bis an den halbenOberleib im Wasser und retteten Frauen und Kinderdieser Vorstadt. Die Dampfschiffe nahmen an 600Personen auf und brachten sie in Sicherheit. ZnAndrczieux wurde ein Theil des Orts am Flussevon den Fluthen fortgerissen, wobei gegen zwanzigHäuser umgestürzt wurden, auch wurde die Eisenbahnzerstört, dabei stürzte eine Hängebrücke ein und dieKaserne derGensd'armerie. Auch haben mehrere Per-sonen das Leben verloren, da der Einbruch des Was-sers so plötzlich geschah. Zu Roanne dauerte einsündfluthartiger Regen zwei Tage und eine Nachthindurch, ohne auch nur eine Minute aufzuhören, wo-zwischen man Donnerschlägc vernahm. In der zwei-ten Nacht um 11 Uhr wurde Gencralmarsch geschla-gen, um die Einwohner herbeizurufen, die Löcher znstopfen, welche die Loire in die Dämme zu reißen be-gonnen hatte, die den Schutz der Stadt bilden. Eseilten auch sogleich eine Menge Bürger dahin, derenBemühungen wenigstens den Erfolg hatten, einenTheil der Stadt vor Uebcrschwemmungen zu schützen,und viele Einwohner vor dem Schicksale zu bewahren,unter den Trümmern der einstürzenden Häuser be-graben zu werden. In demselben Augenblicke, wo hierRettung gebracht wurde, kündigte ein Geräusch, wiedumpfer Kanonendonner, das Zusammenstürzen der